Russischer Minister für Naturschutz sucht Finanzierung für Baikalsee

Baikalsee Satellitenfoto Bild Gemeinfrai

Der russische Minister Donskoi hat seine Beamten, die ein grundlegendes Projekt zur Erhaltung des weltberühmten und 1996 von der UNESCO zum „Weltnaturerbe“ erklärten Baikalsees ausgearbeitet haben, aufgefordert, über mögliche Quellen zur Finanzierung nachzudenken.

Die Arbeiten an dem Entwurf begannen Anfang 2016 und jetzt gegen Ende der Ausarbeitung wird das Projekt mit 500 Milliarden Rubel (derzeit 7,15 Milliarden Euro) veranschlagt. Beteiligt an dem Projekt sind die Regierungen der Republik Sibirien der Republik Burjatien und der Region Irkutsk.

„Ich schlage vor, dass jeder sein Bestes tut, um mögliche [Finanzierungs-]Quellen zu finden, denn ohne sie werden wir in ein ernstes Defizit geraten“, sagte Donskoi auf einer Sitzung der Regierungskommission zum Schutz des Baikalsees.

Das neue Programm wurde notwendig, weil das bisherige zum Schutz des weltweit größten Süßwassersees sowie die laufenden Programme zur mit einher gehenden sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der angrenzenden Gebiete nicht den geforderten Zielen entsprach.

Der Baikalsee ist fast vollständig von Naturschutzgebieten umgeben und seine gesamte Küste ist Naturschutzzone. Es gilt, die Erfordernisse des Naturschutzes mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Übereinklang zu bekommen.

[hmw/russland.News]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.