Russischer Fußball-Nationaltrainer: EM in Frankreich nicht in Gefahr

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Leonid Sluzki, der Cheftrainer der russischen Fußball-Nationalmannschaft, ist der Meinung, die Terroranschläge in Paris würden die Europameisterschaft im nächsten Jahr in Frankreich nicht gefährden. Alle Spiele in der 2. Liga Russlands beginnen mit einer Schweigeminute. Sportminister Vitali Mutko spricht dem französischen Fußballverband sein Beileid aus.

Beim Freundschaftsspiel gegen Portugal (Russland gewann 1:0) liefen die Spieler am Samstag mit schwarzen Trauerbändern am Ärmel auf. Trainer Leonid Sluzki sagte nach dem Spiel gegenüber „Match TV“: „Heute morgen haben wir über nichts anderes gesprochen. Natürlich fühlen wir mit, soweit das möglich ist, außerdem gab es eine Schweigeminute. Wir sprechen unser Beileid aus, sind aber überzeugt, dass sich das Geschehene nicht auf die Durchführung der EM 2016 in Frankreich auswirken wird.“

Ein Reporter von „Sport Express“ merkte allerdings an, die russische Mannschaft sei nach der Pause ohne Trauerflor aus den Kabinen bekommen. Empört kommentiert er: „In der zweiten Halbzeit hatten nur die Portugiesen Trauerbänder an den Armen. Wie das? Warum? Hat unsere Trauer tatsächlich nur für 45 Minuten gereicht? Oder haben die Bänder die Bewegungsfreiheit behindert?“

Mutko: „Es wird eine wunderbare Europameisterschaft“

Die an diesem Wochenende stattfindenden Spiele in der 2. russischen Liga beginnen mit einer Schweigeminute, heißt es auf der offiziellen Webseite der Liga. Sportminister Vitali Mutko erklärte indessen, die Sicherheitsvorkehrungen in den russischen Stadien würden verstärkt werden. Dies sei bereits bei dem Länderspiel in Krasnodar der Fall gewesen.

Mutko hatte dem Generalsekretär der UEFA, dem französischen Fußballverbandspräsidenten und dem Sportminister Frankreichs sein Beileid ausgesprochen und seine Hilfe angeboten. In dem Schreiben hieß es unter anderem: „Ich bin überzeugt, dass der französische Fußball zusammen mit der UEFA dieses Drama überwinden und eine wunderbare Euro-2016 durchführen wird. Wenn ich irgendwie helfen kann, lassen Sie es mich bitte wissen.“

[sb/russland.RU]