Russische „Trollfabrik“ vor Gericht verurteilt

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[Florian Rötzer] Die berüchtigte „Trollfabrik“ in St. Petersburg, wo einige hundert Angestellte in 12 Stunden Schichten damit beschäftigt sein sollen, das Internet mit Moskau-freundlichen Kommentaren zu versehen – was nebenbei auch britische Geheimdienste machen (Top Secret: Die Lizenz zum Täuschen) und auf der anderen Seite des Atlantiks praktiziert wird. Aber die Trollfabrik ist im Westen auch deswegen ein beliebtes Thema, weil so ganz offiziell Gelder für die Gegenpropaganda fließen können.

Die unter dem Namen International Research Agency auftretende Firma soll nach einem Bericht der Novaya Gazeta von Evgeny Prigozhin, angeblich ein Freund Putins, finanziert werden, ob im Auftrag oder in Duldung des Kreml ist nicht klar. Die Angestellten, so heißt es, würden ihre Identität und vor allem die IP-Adressen verbergen und erhielten täglich Anweisungen, welche Meinungen sie verbreiten sollen. Die New York Times beschuldigte die Firma unlängst, auch aufwendig inszenierte Fake-Kampagnen zu orchestieren, beispielsweise durch Verbreitung von „Nachrichten“ und Warnungen im vergangenen September, dass aus einer chemischen Fabrik in Columbia giftiger Rauch entweiche oder eine explodiert sei.

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Foto: Mik81, Creative Commons