Russische Rohstoffe – jeder braucht sie

Wer bei russischen Rohstoffen an Öl und Gas denkt, liegt zunächst einmal nicht so falsch. In beiden Fällen gilt Russland als einer der größten Produzenten, Deutschland hängt vom russischen Gas ab. Für Russland selbst sind diese beiden Energielieferanten eine der wichtigsten Einnahmequellen. Gazprom, um nur einen Namen zu nennen, ist schon lange kein Unternehmen mehr, welches sich nur auf den heimischen Markt konzentriert. Im Sportsponsoring agiert die Firma in mehr als einem Fall als Hauptsponsor.

Russland bietet aber noch mehr

Neben Gas und Öl erstreckt sich das Vorkommen von Rohstoffen in Russland noch über eine sehr viel größere Bandbreite. Braunkohle mutet fast langweilig an, betrachtet man einmal die Vielzahl der geförderten Substanzen. Uran, Gold oder am wichtigsten, Palladium. Die Vorkommen dieses Edelmetalls sind beschränkt, die Nachfrage dagegen groß. Russland ist mit rund 42 Prozent an der weltweiten Förderung von Palladium beteiligt. Experten bezeichnen Palladium als Russlands Geheimwaffe, wenn es um die Durchsetzung seiner Interessen im internationalen Kontext geht. Im Jahr 2000 hatte Russland schon einmal die Lieferung verknappt, der Preis verdoppelte sich in kürzester Zeit auf 1.000 US-Dollars je Unze. Notgedrungen suchte die Industrie nach Alternativen. Dem rasanten Preisanstieg folgte ein Kursverfall, der den Preis auf 200 US-$ bei Palladium drückte. Es dauerte seinerzeit einige Jahre, bis sich der Kurs wieder auf einem festen Niveau stabilisierte. Nach dem ersten Quartal 2014 notierter er immerhin wieder bei 800 US-Dollars.

Wetten auf Rohstoffe – Potenzial auf zweistellige Renditen

Rohstoffe sind einer der beliebteste Basiswerte im CFD-Handel. Neben Rohstoffen stehen Anlegern noch Aktien, Indizes, Anleihen, Zinssätze oder andere Indikatoren zur Verfügung. Nicht alle Broker gewichten alle Gruppen gleich. Während die einen eine größere Auswahl an Aktien, dafür aber Gold, Silber und Öl bei den Rohstoffen anbieten, stellen andere eine deutlich größere Zahl zur Verfügung. Bei der Brokerauswahl steht also nicht nur die Anzahl der handelbaren Basiswerte oder die Höhe der Ersteinzahlung auf das Handelskonto im Zentrum der Überlegung, sondern auch die Verteilung der Underlyings. Neben den klassischen Rohstoffen wie Silber oder Gold spielen häufig auch Industriemetalle, wie das oben erwähnte Palladium, eine Rolle im CFD-Handel. Iridium hat sich ebenfalls als unverzichtbarer Bestandteil in der industriellen Fertigung etabliert. Die Frage, welche Rohstoffe handelbar sind, beantwortet die auf den FX- und CFD-Handel spezialisierte Seite www.deutschefxbroker.de . Die Entwicklung von Rohstoffen sollte aber auch unter dem Aspekt betrachtet werden, wie sich andere Basiswerte verhalten. Gold beispielsweise hat einen fast unglaublichen Anstieg hinter sich, der aber ebenso schnell wieder nivellierte. Im Vergleich zu diesem Rohstoff hatte der MSCI –Index eine wesentlich interessantere Performance im Jahr 2013 hinter sich. Gold verlor fast 30 Prozent, während der MSCI-World Index über 20 Prozent zulegte. Der RTS, der Index der Moskauer Börse verlor in der Zeit von Sommer 2014 bis November 2014 ebenfalls 30 Prozent, nachdem er in der Zeit zwischen Februar bis Juni fast das gleiche Volumen zugelegt hatte. Als Index bietet der RTS für den CFD-Handel auch Potenziale. Von seinem Allzeithoch im Jahr 2008 mit 2.400 Zählern ist er aber noch weit entfernt, tendiert er im November 2014 bei leicht unter 1.100. Für echte Trader hat Russland auf jeden Fall Potenziale, und sei es, dass ein Anleger auf short geht, weitere Verluste also nicht ausschließt.