Russische Regierung will ein Importverbot für Kondome

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[Von Florian Rötzer] – Die Abhängigkeit bei medizinischen Produkten soll verringert werden, fehlende Kondome würden die Russen bei der Partnerwahl disziplinieren oder demografische Probleme lösen.

Gestern hatten wir berichtet, dass nach einer Umfrage mehr als 90 Prozent der Russen der Meinung sein sollen, die vom Westen verhängten Sanktionen seien ihnen egal und würden sie nicht stören (Umfrage: Die Hälfte der Russen befürwortet eine Zensur des Internet). Auch wenn sich zwar die meisten Russen gegenüber den Sanktionen gleichgültig geben, haben sie mit dazu beigetragen, dass die Preise steigen und der Wert des Rubels sinkt. Aber es kommt doch zumindest in der Politik zu mitunter kuriosen Reaktionen.

Unter anderem sind aufgrund des sinkenden Rubelwerts neben den Preisen für medizinische Mittel und Geräte auch die für importierte Kondome angestiegen. Die Regierung hat bekanntlich nicht nur mit Gegensanktionen geantwortet, sondern versucht, das Land von Importen aus dem Westen unabhängiger zu machen. Das fällt in diesem Bereich aber schwer, weil bis zu 80 Prozent der medizinischen Mittel importiert wurden.

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