Russische Parlamentarier bei OSZE-Versammlung

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Der Vizechef der Duma, Pjotr Tolstoj, hat mit einer Delegation der Duma an der Parlamentarischen Versammlung der OSZE in Wien teilgenommen.

Wie die »Rossijskaja Gaseta« schreibt, erklärte Tolstoj danach, es scheine sich eine Veränderung in der Einstellung der Staaten zu Russland anzubahnen. Er habe in seiner Rede vor der Versammlung vom Recht des Donbass auf Selbstbestimmung gesprochen und dabei den Kosovo als Beispiel angeführt. Zwar seien seine Ausführungen nicht ohne Widerspruch geblieben, allerdings sei diesmal der bisher übliche hysterische Ton in den Kommentaren ausgeblieben.

Er habe keinen Beifall für seine Worte geerntet, besonders erwähnenswert sei jedoch, dass auch die Kollegen aus dem Baltikum und Polen und sogar aus der Ukraine sich zurückgehalten hätten, so Tolstoj.

Der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Duma, Leonid Sluzki, pflichtete ihm bei. „Die Versammlung ist der antirussischen Rhetorik leid. Vertreter verschiedener Delegationen haben betont, dass die OSZE ohne Russland schwer vorstellbar sei.“

Sluzki ging sogar so weit, zu erklären, die OSZE habe sich damit abgefunden, dass die Krim und Sewastopol kein Thema mehr wären.

Die Parlamentarier hoben hervor, dass sich nach fünfjähriger Pause russische und US-amerikanische Parlamentarier in normalem Klima getroffen hätten.
[hmw/russland.ru]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.