Russische Milch: Ein Deutscher als Nummer Eins

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Die deutsche Milchwirtschaft hat in Russland einen festen Stand. Das verdankt sich nicht zuletzt dem hessischen Bauernsohn Stefan Dürr, der 1989 als Praktikant in den unbekannten Osten aufbrach. 14 Hektar plus Gastwirtschaft bewirtschaftete Vater Dürr im Odenwald – ein Vierteljahrhundert später hat der Sohnemann es in Russland zu annähernd 200.000 Hektar gebracht.

Neben Ackerland bilden 25.000 Milchkühe die wirtschaftliche Basis von Dürrs russischer Agroholding Ekosem. Ende 2013 waren es noch keine 20.000 Stück. Dann kam die Stunde der Wahrheit – der schwelende politische Konflikt mit dem Westen brach aus.

Embargo ein Gottesgeschenk

Dürr hat selbst eingestanden, dass er es war, der bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Sommer 2014 in seiner Wahlheimat Woronesch vorschlug, ein Importembargo gegen westliche Agrar- und Lebensmittelprodukte zu verhängen. Zuvor hatten die USA und die EU in Reaktion auf die Vorgänge um die Halbinsel Krim und die Ostukraine weitreichende Sanktionen gegen russische Bürger und Unternehmen beschlossen.

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