Russische Filmwoche Berlin: Durst

Veteranen halten zusammen – auch Konstantin und seine Freunde. Konstantin, kaum erwachsen, aber vom Krieg gezeichnet, hat sich von der Gesellschaft und seinen Eltern zurückgezogen. Doch durch das unerwartete Verschwinden eines Freundes, sieht er sich gezwungen, den Kontakt zu seinem Vater wieder aufzunehmen. Plötzlich sieht sich Konstantin mit Fragen konfrontiert, die er allzu lange verdrängt hatte. Aber seine Zeichnungen helfen ihm dabei, einen neuen Zugang zu den Menschen um ihn herum zu finden.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Andrej Gelassimov. Zu Recht wird der international anerkannte Autor als russischer Hemingway bezeichnet. 2013 erhielt der Film einen Sonderpreis des Filmfestals „Kinotavr“ in Sotschi und eröffnete das Filmprogramm des 35. Moskauer Internationalen Filmfestivals. Der Regie-Debütant Dmitrij Tjurin erzählt auf eine unspektakuläre, aber durchdringende Weise das Erwachsenwerden und das Verzeihen aus der Perspektive eines jungen Mannes, dessen Durst nach dem Leben auch alten Schmerz besiegt.

Drama – 2013, 102 Min., OmU

Regie: Dmitrij Tjurin
Hauptrollen: Michail Grubow, Roman Kurzin, Sergej Lawigin, Alexej Guskow

03.12.2013, 18:30 Uhr

Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur
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