Russische Aktien: Das ist der Ausblick auf 2019

Russische Aktien: Das ist der Ausblick auf 2019

Die letzten Jahre waren vorwiegend von Rückschlägen geprägt. Nun gehen zahlreiche Experten aber davon aus, dass sich die russische Wirtschaft im nächsten Jahr erholen könnte. Das größte Potential? Mitunter könnten im kommenden Jahr die westlichen Sanktionen ein Ende finden. In weiterer Folge würden sich neue Absatzmärkte erschließen, die auch den russischen Aktienmarkt beflügeln könnten.

Worauf müssen Anleger Acht geben, wenn sie in russische Aktien investieren wollen?

Wer sein Geld in russische Aktien stecken will, weil es doch erfolgversprechende Prognosen gibt, so muss man sich zu Beginn – sofern noch nicht vorhanden – für einen Broker entscheiden. Um in Erfahrung zu bringen, welcher Anbieter die besten Konditionen verspricht, ist ein Brokervergleich ratsam, der unter anderem auch auf https://www.brokervergleich.net/ durchgeführt werden kann. Wichtig ist, dass man sich hier nicht nur auf die Gebühren konzentriert, sondern auch die Leistungen der jeweiligen Broker miteinander vergleicht.

An dieser Stelle muss aber unbedingt erwähnt werden, dass Investitionen in russische Einzelwerte durchaus riskant sind. Das liegt nicht unbedingt an der ausgesprochen schwierigen Wirtschaftslage, sondern vorwiegend an den Sanktionen der Amerikaner. So traf die zweite Welle vor allem die Lenker des Gas- wie Ölriesen Surgutneftegas, des Goldproduzenten Polyus und den Aluminiumherstellers Rusal. Ohne staatliche Unterstützung wäre Rusal vermutlich heute nicht mehr am Leben; auch die Aktien von Polyus sind eingebrochen.

Yandex sollte keinesfalls unterschätzt werden

Aber nicht nur Putin-Vertraute leiden unter den westlichen Sanktionen – auch Unternehmen, die Putin kritisch gegenüberstehen, so beispielsweise Yandex, ein von Arkadi Wolosch gegründeter Internetkonzern, hat immer wieder Probleme. Yandex wird gerne als „Google Russlands“ bezeichnet. Vor kurzem kündigte Yandex an, einen Online-Shop anbieten zu wollen, der an „Amazon erinnern“ soll.

Aber nicht nur die Einzelaktien sind mit besonderer Vorsicht zu genießen – auch all jene, die in Fonds investieren wollen, müssen durchaus vorsichtig sein. So hängt der Leitindex RTS sehr stark von den Rohstoffwerten ab. Das heißt, ein Investment kann hier nur bedingt empfohlen werden. Eine breite Streuung gibt es beim Fonds Parvest Russia Opportunities. Hier werden die Rohstoffwerte untergewichtet.

Wie riskant sind Staatsanleihen?

Langfristig orientierte Anleger werden sich vorwiegend für russische Anleihen interessieren, die auch bei den internationalen Investoren ausgesprochen beliebt sind. Aufgrund der Tatsache, dass es in Deutschland aber kaum Anleihen von russischen Unternehmen gibt, können diese von den risikofreudigen Renditejägern auch durch Staatsanleihen ersetzt werden.

Derzeit beträgt die Staatsverschuldung Russlands 18,7 Prozent – das ist, verglichen mit anderen europäischen Ländern, extrem niedrig. Die Papiere locken derzeit mit einer durchschnittlichen Rendite in Höhe von 7,6 Prozent – die Risikostufe liegt aktuell bei „BBB“. Somit sind russische Staatsanleihen durchaus eine interessante Alternative, die keinesfalls – sofern man in den russischen Markt investieren will – außer Acht gelassen werden darf.

Aufgrund der Tatsache, dass die Anleihen in Rubel notiert sind, werden Anleger vor allem auch dann profitieren, wenn sich Russlands Wirtschaft demnächst wirklich erholen sollte. Der Rubel konnte beispielsweise den Einbruch im Frühjahr, der durch die westlichen Sanktionen verursacht wurde, bis heute fast zur Gänze wettmachen.

Am Ende entscheiden also sozusagen die Amerikaner und auch die Europäer, ob sich Anleger, die in russische Aktien, Fonds wie Anleihen investieren, im kommenden Jahr freuen können oder nicht.

 

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