Ruslana: Eine Euromaidan-Ikone weniger [mit Video]

Eigene Reise in den Donbass brachte Sinnungswandel - nicht nur Fanatiker im Euromaidan

Die ukrainische Eurovisions-Gewinnerin Ruslana gehörte noch bis vor kurzem zu den idealistischen Unterstützern der aktuellen ukrainischen Regierung.

Seit sie selbst in den Donbass gereist ist, nicht mehr. „Poroschenko spielt mit uns“, „das ist ein Bürgerkrieg“, „eine Politik der Zerstörung“ sind einige Schlagworte aus ihrem aktuellen Interview, das nach drei Tagen online zu den größten Hits des russischen YouTube zählt. Jetzt natürlich auch bei uns. Ruslana gehört zu den vielen, die wirklich aus idealistischen Zielen und im besten Glauben den Euromaidan unterstützten – sie ist dort nicht die Einzige.  Ihre Offenheit für die Realität vor Ort sollte auch ein Zeichen an radikale Antimaidaner sein, dass auf der anderen Seite nicht nur verblendete Fanatiker, Büttel der Oligarchie und Nazis sitzen. Denn beide Seiten müssen zusammen erreichen, dass das Töten in der Ostukraine aufhört. Interessant ist jedoch, dass es bei all den Journalisten deutscher Mainstream-Medien, die so in den Donbass reisen, keinen solchen Stimmungswandel gibt.

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Foto: Wild Energy, Creative Commons