Rubelkrise: Tag Drei

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17. Dezember 2014 8:56·Zwei Preise stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit am heutigen dritten Tag der jüngsten russischen Währungskrise: der Rubel/US-Dollarkurs und der Dollarpreis für das Fass Rohöl der Marke Brent.

Folgte die russische Währung in der Vergangenheit dem Ölpreis noch mit einem Zeitverzug von einem Jahr und mehr, so sind es in diesen Tagen nur Minuten. Hält der Ölpreis, hält auch der Rubelkurs. Fällt der Ölpreis unter psychologisch signifikante Marken wie etwa 60 Dollar je Fass, schnellt der Rubelkurs in die Höhe.

Die so genannten Spreads, also die Schere zwischen Kauf- und Verkaufskursen der russischen Banken und Wechselstuben, sind gestern um ein Vielfaches gestiegen. In manchen Fällen machen sie bis zu einem Viertel des Kurses aus. Die Zeitung Wedemosti zitiert einen Bankmanager mit den Worten, niemand habe in der gestrigen Situation Devisen verkaufen wollen, auch die Banken nicht. Der Metallinvestbank-Manager Sergej Romantschuk sagte am Dienstagmittag, schon ein Verkaufsangebot von 10 Mio Dollar könne den Kurs um einen ganzen Rubel anheben: “Aber niemand findet sich, der verkaufen will.”

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