Roskosmos prüft Bau neuer Weltraumstation

Hintergrund: Spannungen mit den USA und Europa

Raumstation MIR, 2001 verschrottet
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[Peter Mühlbauer] Generalleutnant Oleg Nikolajewitsch Ostapenko, der Leiter der der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, prüft der Stimme Russlands zufolge, ob das neue russische Weltraumprogramm den Bau einer „nationalen Weltraumstation“ beinhalten soll.

Als eine der Erwägungsgrundlagen dafür nennt der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister und Ex- Oberbefehlshaber der russischen Weltraumstreitkräfte „Aufgaben verschiedenen Charakters“ wie beispielsweise eine Nutzung als Mondfahrtsstützpunkt.

Anderen russischen Medien zufolge könnte die neue Raumstation noch in diesem Jahrzehnt fertiggestellt werden, wenn man auf Module zurückgreift, die für die internationale Raumstation ISS entwickelt wurden. Im Mai hatte der stellvertretende russische Ministerpräsident Dmitri Rogosin verlautbart, dass sich Russland aufgrund der wachsenden internationalen Spannungen nur noch bis 2020 an der ISS beteiligen und die dafür vorgesehenen Mittel für andere Weltraumprojekte verwenden werde. Zuvor war durch eine geleakte Email bekannt geworden, dass das US-Außenministerium die Kooperation von Mitarbeitern der US-Weltraumbehörde NASA mit ihren russischen Kollegen wegen der Ukrainekrise erheblich erschwerte.

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