Rio 2016: Russland sagt „Ällabätsch“

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Tja, da waren es schon drei. Der russische Judoka Khasan Khalmurzaew hat für das russische Olympiateam die nächste Goldmedaille eingesackt. Die Herren-Mannschaft der Kunstturner stockte unterdessen den Silbervorrat für Russland auf. Die Taktik geht auf, Russland kommt von hinten.

Khasan Khalmurzaev, der Europameister unter den Judoka, glänzte stolz und gülden in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm, nachdem er im Finale den US-Amerikaner Travis Stevens auf die Matte gelegt hatte.

Wenn sich das nicht sehen lassen kann. Drei Goldmedaillen, sechs Silberne und drei aus Bronze hievten Russland zur Stunde auf den fünften Platz in der Länder-Gesamtwertung. Wer hätte das gedacht? War der perfide Plan schon gescheitert, eine der gößten Sportnationen einfach nicht teilnehmen zu lassen, müssen sich die Hetzer nun leidvoll ansehen, wie Russland kurzerhand das Feld von hinten aufrollt.

Russland dreht allen Spöttern damit die lange Nase und wir behaupten jetzt einfach mal, da ist noch gehörig Luft nach oben. Und ob man Russland nun im Medaillenspiegel erwähnt oder aber auch nicht, in dieser Mannschaft, der die Teilnahme gestattet wurde steckt noch Potenzial. Und wieder zeigt sich deutlich: Befindlichkeiten zahlen sich einfach nicht aus.

[mb/russland.RU]

 

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.