Rio 2016: Russischer Diplomat angeblich in Schießerei verwickelt

Rio 2016: Russischer Diplomat angeblich in Schießerei verwickelt

Unbestätigten Berichten zufolge soll der russische Vize-Konsul in Rio de Janeiro einen Straßenräuber erschossen haben. Demnach soll das Auto des Diplomaten, in dem sich auch seine Frau befand, von zwei Männern auf einem Motorrad auf offener Straße attackiert worden sein.

Einer der beiden Angreifer habe am späten Donnerstagabend die Seitenscheibe des Wagens eingeschlagen und der Beschuldigte soll bei einer Rangelei die Waffe des Angreifers entrissen haben. Daraufhin sei es zu einem Schusswechsel gekommen, bei dem einer der Angreifer getötet wurde. Der zweite Straßenräuber habe entfliehen können. Laut der Pressemeldung habe sich der Vorfall im Olympia-Viertel Barra da Tijuca ereignet.

Diese Meldung, die offensichtlich auf dem offiziellen Polizeibericht fußt, wurde umgehend von der russischen Botschaft dementiert. In einem offiziellen Statement der Botschaft heißt es: „Kein Repräsentant des russischen Generalkonsulats in Rio war in einen Vorfall verwickelt, der mit dem Tod eines Verdächtigen geendet hat“.

Die Botschaft wies außerdem darauf hin, dass „alle Mitarbeiter unserer Behörde russische Staatsbürger mit russischen Namen sind“. Es seien in dem Bulletin der zuständigen Mordkommission jedoch keine russischen Namen genannt worden.

In der Tat ist die Kriminalitätsrate in Rio de Janeiro überdurchschnittlich hoch. „Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung, auch aus nichtigem Anlass, nicht zurück“, warnt das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen. Und sollte dennoch etwas passieren, solle man sich nicht an die Polizei wenden! Sie stecke meist selbst mit den Kriminellen unter einer Decke.

Insgesamt wurden rund 85.000 Polizisten und Soldaten in Brasilien mobilisiert, um während der Olympischen Spiele für die Sicherheit der gut 11.000 Athleten und rund 500.000 Besucher zu sorgen.

[mb/russland.RU]

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