Religiöse Extremisten zerstören südkoreanische Standbilder in Petersburg

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In der Nacht auf den 15. April zerstörten Unbekannte einen Grossteil der südkoreanischen Tschangsi-Skulpturen am Rand des Sosnowka-Parks im Wyborger Bezirk im Norden Petersburgs. Wie Augenzeugen berichten, muss es sich um russisch-orthodoxe Fanatiker gehandelt haben. Die Stadtregierung liess bereits verlauten, dass die Skulpturen wegen ihres schlechten Zustands nicht mehr repariert werden können.

Von insgesamt 15 Holzfiguren sind lediglich drei übriggeblieben. Die Skulpturengruppe wurde der Stadt Petersburg 2003 von Südkorea zum 300-Jahre-Jubiläum geschenkt und symbolisierten Glück und Wohlstand. Ein Paar, das am 14. April um elf Uhr nachts per Velo entlang des Swetlanowski Prospekt fuhr wurde durch den Lärm von Motorsägen aufmerksam und beobachtete wie gerade eine der Skulpturen zu Boden fiel.

Zwei Männer hatten das Gelände um die Skulpturengruppe abgesperrt, und als sie die beiden Beobachter bemerkten, rieten sie ihnen, nichts zu fotografieren, weil es sich um eine “Sonderoperation” handle. Als die beiden nach dem Grund für die Zerstörung fragten, erhielten sie die Antwort, man lebe in einem russisch-orthodoxen Staat und brauche keine solchen Skulpturen.

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