Reichsbürger „für Putin“

Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker demonstrieren vor dem Kanzleramt für "Frieden" und Putin

[Silvio Duwe] Reichsbürger, Hooligans und rechte Verschwörungstheoretiker haben in Berlin wieder einmal versucht, einen Feiertag für ihre Zwecke zu missbrauchen. Wie schon am 3. Oktober diesen Jahres, dem Tag der deutschen Einheit, demonstrierten sie auch am 9. November, Tag des Mauerfalls und dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, auf dem Platz zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt. Weil sich die rechte Szene uneins ist und sich gegenseitig vorwirft, vom Verfassungsschutz unterwandert zu sein, gab es auf Facebook gleich drei Aufrufe[1] zu Demonstrationen.

Am 3. Oktober war auf der Vorgängerveranstaltung Xavier Naidoo der Stargast. Der Sänger, der zuletzt vor allem damit Schlagzeilen machte, dass er Deutschland für einen von den Amerikanern besetzten Staat ohne gültige Verfassung und Friedensvertrag hielt, war auch auf den Demos vom 9. November omnipräsent. Zwar nicht persönlich, jedoch wurden immer wieder Ausschnitte seiner Lieder gespielt oder angesungen; oder sein Auftritt vor einem Monat lobend erwähnt. Die Reichsbürgerszene hat einen neues Idol gefunden.

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Foto: (c) telepolis 2014