Rechtsradikale attackieren Homosexuellen-Kundgebung

Foto: TV-Screenshot

Am 12. August fand auf dem St. Petersburger Marsfeld eine Kundgebung der LGBT-Szene statt, die von der Polizei geschützt wurde. Als die TeilnehmerInnen abzogen, wurden sie von Rechtsradikalen mit Pfeffersprays angegriffen und teilweise ernsthaft verletzt.

Laut Fontanka.ru handelt es sich bei den Tätern um Mitglieder des russischen Ablegers der rechtsextremen „Straight Edge“, die in den Achtzigerjahren in den USA entstanden war und sich für ein rassistisches und homophobes Weltbild engagiert.

Nach Angaben von Augenzeugen versuchte die Gruppe junger Männer schon während der Kundgebung auf das Marsfeld zu gelangen, wo sich rund 100 Personen friedlich und mit regenbogenfarbiger Symbolik versammelt hatte. Doch die Polizei verbot ihnen den Zugang, worauf sie vorgaben sich zurückzuziehen.

Angreifer warteten Ende der Kundgebung ab

Aber stattdessen warteten sie etwas abseits das Ende der Demonstration ab. Als die KundgebungsteilnehmerInnen gruppenweise abzogen, attackierten sie sie mit Pfefferspray. Dabei wurden 15 Personen verletzt, drei mussten mit schweren Verätzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Organisatoren hatten im Vorfeld der Kundgebung um Polizeischutz bis zur Metro gebeten, was ihnen jedoch verweigert wurde. Mittlerweile wurde ein Verfahren eingeleitet, der Überfall ist mit zahlreichen Videos und Fotografien dokumentiert.

St. Petersburger Herold