Putins IS-Warnung: „Sie wollen nach Mekka und Jerusalem“

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[Von Ulrich Heyden] – Der Vorschlag des Kreml-Chefs für eine internationale Anti-IS-Koalition löst in Europa unterschiedliche Reaktionen aus. Das Kräftemessen zwischen USA und Russland verlagert sich von der Ukraine nach Syrien.

Seit 2013 beherrschten die Meldungen über die Ukraine-Krise das Internet. Das hat sich nun schlagartig geändert. Am Montag gab es bei Twitter 16.627 Tweets zum Thema „Russland und Syrien“ aber nur 1.074 Tweets zu „Russland und die Ukraine“. Das Kräftemessen zwischen den USA und Russland hat sich nach Syrien verschoben.

In der Ukraine wird weniger geschossen

In der Ukraine wird es ruhiger. In der „Volksrepublik Donezk“ werden zwar am 18. September Kommunalwahlen stattfinden, die Kiew nicht anerkennen will. Aber es wird weniger geschossen. Am Dienstag erklärte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, die geplante 7. Mobilisierung von Soldaten werde nicht stattfinden. Durch den seit dem 1. September gültigen Waffenstillstand in der Ost-Ukraine gäbe es „diese Möglichkeit“. Der seit dem 1. September andauernde Waffenstillstand wird großteils eingehalten (Petro Poroschenko lässt Chance verstreichen).

Im Gegensatz zur Ukraine-Krise hat Russland in der Syrien-Krise die besseren Karten in der Hand. Russland als „Okkupanten“ anzuklagen, der immer neue Gebiete erobern wolle, fällt im Fall Syrien schwer. Der russische Präsident machte seinen Vorschlag für eine neue, internationale Koalition gegen den Islamischen Staat (IS) am 4. September, zu dem Zeitpunkt, als hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien in Europa Schutz suchten. Die europäischen Regierungen reagierten hilflos.

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