Putin und Poroschenko besprechen die weitere Entwicklung in der Ukraine [aktualisiert 15.29 Uhr MZ]

Putin_kremlin.ru-Poroschenko_Wikipedia_Kathrin-Moebius
image_pdfimage_print

Dmitrj Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten, hat gestern mitgeteilt, dass die Präsidenten Russlands und der Ukraine, Putin und Poroschenko, gestern miteinander telefoniert haben.

Die Präsidenten „diskutierten die Entwicklung im Südosten der Ukraine und aktuelle Fragen der bilateralen Beziehungen. Dabei haben sie auch weitere Vorgehensweisen in den Fällen Nadeschda Sawtschenko und den Russen Alexandrow und Jerofejew angeschnitten.“ Die Präsidenten hätten beschlossen, dass der ukrainische Generalkonsul in Rostow am Don kurzfristig Sawtschenko besucht.

Am 22. März hat das Gericht der Stadt Donezk im südrussischen Gebiet Rostow Nadeschda Sawtschenko wegen Beteiligung am Mord zweier russischer Journalisten und illegalem Grenzübertritt zu 22 Jahren Haft und 440 US$ verurteilt. (Donezk Russland ca. 50.000 Einwohner – nicht zu verwechseln mit der 200 km westlich liegenden Millionenstadt Donezk im Donbass – umkämpfte DVR, Donezker Volksrepublik, Südostukraine.)

Die beiden russischen Staatsbürger wurden am vergangenen Montag von einem Kiewer Gericht wegen illegalem Grenzübertritt, illegalem Transport von Waffen und Zugehörigkeit zu einer terroristischen Organisation zu 14 Jahren Haft und dem Einzug ihres Vermögens verurteilt. „Begehung einer terroristischen Handlung und Durchführung eines aggressiven Krieges auf dem Territorium der Ukraine“. Beide hatten auf Seiten der DVR gekämpft.
(hmw/russland.ru)

Der ukrainische Präsident Poroschenko teilte heute mit, dass er und Präsident Purin in dem gestrigen Telefongespräch wohl einen „Algorithmus der Befreiung“ für die ehemalige ukrainische Pilotin Nadeschda Sawschtschenko gefunden hätten.

„Ich habe gestern ein Gespräch mit Präsident Putin initiiert und, wie es momentan aussieht, haben wir es geschafft, einen Algorithmus zur Befreiung Nadeschdas zu finden“, sagte er auf einer Pressekonferenz mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Lokke Rasmussen.
(hmw/russland.ru)