Putin: „In Washington wird versucht, einen Maidan zu organisieren, um Trump zu verhindern“

Außenminister Lawrow und Außenminister Kurz 170118 © mid.ru

[Florian Rötzer] Während der russische Präsident gewagte Thesen äußert, erklärte sein Verteidigungsminister, dass nicht Russland, sondern die europäischen US-Alliierten sich in den US-Wahlkampf eingemischt hätten.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte gestern während einer Pressekonferenz mit seinem österreichischen Kollegen Sebastian Kurz, er sei der Beschuldigungen über die russischen Beeinflussungen der amerikanischen Wahlen müde. Das seien unbegründete Behauptungen, in Wirklichkeit hätten diejenigen, die Russland zynisch verleumden, selbst „intensiv in den Wahlkampf eingegriffen“. Er meinte damit Großbritannien, Deutschland und Frankreich „und andere Länder“ und hob Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie den französischen Präsidenten Francois Hollande sowie die britische Regierungschefin Theresa May dabei hervor. Diese hätten sich explizit für Hillary Clinton eingesetzt, während Donald Trump „dämonisiert“ worden sei.

Tatsächlich hatte Steinmeier Donald Trump als „Hassprediger“ geschildert, worauf Lawrow verwies, der britische Außenminister bezeichnete ihn als ungeeignet, Bundespräsident Joachim Gauck zeigte sich besorgt über Trumps Unberechenbarkeit. Auch ansonsten kamen aus den Reihen der Fraktionen der Regierungskoalition Warnungen vor Trump, der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer wich davon allerdings ab und sagte schon vor der Wahl er würde ihn gerne in Bayern begrüßen.

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