Putin fordert Zusammenarbeit gegen den IS – mit Assad

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[Von Florian Rötzer] – Der russische Präsident kritisiert scharf und selbstgerecht die US-Politik und will herausstreichen, dass Russland den besseren Ansatz hat.

US-Präsident Obama lehnte in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung eine Zusammenarbeit mit dem „Tyrannen“ Assad ab, der das syrische Volk terrorisiert, zeigte sich aber prinzipiell offen für eine Zusammenarbeit mit Russland und Iran (Obama: Autokraten sind keine Zukunftslösung). Der russische Präsident Putin versuchte mit scharfer Kritik an der US-Politik, aber natürlich ebenfalls ohne jeden Anflug von Selbstkritik zu erklären, warum im völkerrechtlichen Rahmen der Vereinten Nationen der Kampf gegen Terrorismus nur mit der „legalen“ Regierung Syriens geführt werden könne, ohne ein weiteres blutiges Chaos zu produzieren.

Man könne den Lauf der Dinge nicht weiter tolerieren, sagte Putin gestern, um eine breite Anti-IS-Koalition wie die Koalition gegen die Nazis und eine entsprechende Resolution des UN-Sicherheitsrats zu fordermn. Noch wird also geschachert um den Einsatz und um die Wahrung des Gesichts, aber die Zeichen stehen auf Schritte hin zu einer Kooperation, wenn eine Übergangslösung für Assad bis zu dessen Abtritt gefunden wird. Konkretisieren wollte Putin allerdings nicht, wie er sich jenseits einer Einbeziehung von Assad und von Russland eine Lösung vorstellt.

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