Putin erleichtert Rahmenbedingungen für ausländische Geschäftsleute in Russland

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Der russische Präsident Wladimir Putin sieht sich verpflichtet, für ausländische Geschäftsleute, die in Russland tätig sind, angenehme Bedingungen zu schaffen und wünscht sich, dass deutsche Unternehmen weiterhin im Land operieren.

„Wir erwarten, dass deutsche Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit in Russland fortsetzen, da sich neue Erwerbsquellen für Geschäftsleute und ausländische Geschäftsleute, darunter auch solche aus Deutschland, durch eine wirtschaftliche Erholung in Russland ergeben“, sagte er bei einem Treffen mit Vertretern deutscher Unternehmen am Donnerstag.

Laut dem Präsidenten soll der Plan „die Gesetzgebung und die Strafverfolgungspraxis weiter verbessern, übermäßige administrative Barrieren beseitigen, Ressourcen in die Infrastrukturentwicklung investieren und natürlich in die Ausbildung des Nachwuchs investieren“.

Wie Putin erklärte, setzen Russland und Deutschland die wirtschaftliche Zusammenarbeit trotz der bestehenden Herausforderungen im politischen Bereich fort. Er betonte zudem, dass der gegenseitige Handel zwischen Russland und Deutschland in diesem Jahr um 25 Prozent gewachsen sei.

„Der Handelsumsatz im Jahr 2016 belief sich auf 40,7 Mrd. US-Dollar, die direkten Investitionen deutscher Unternehmen in der russischen Wirtschaft erreichten zusammen 18 Milliarden US-Dollar“, sagte der russische Staatschef. „Mehr als 5.000 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung operieren in Russland und beschäftigen 270.000 russische Staatsbürger. Der Umsatz dieser Unternehmen übersteigt 50 Milliarden US-Dollar“, erläuterte Putin.

Er merkte allerdings auch an, dass China in Bezug auf die Handelsumsätze mit Russland an Deutschland bereits vorbeigezogen sei.

Die deutschen Unternehmen sehen die Auswirkungen der US-Sanktionen gegen Russland gefährlich für ihr Geschäft an und würden mögliche neue Wirtschaftssanktionen der USA gegen Russland negativ werten, sagte Wolfgang Büchele, der Vorstandsvorsitzende des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft.

Ebenso stellte Büchele fest, dass politische Veränderungen in Deutschland die Beziehungen zwischen Russland und der deutschen Wirtschaft verbessern könnten. Er betonte, die überwältigende Mehrheit der Deutschen zweifle nicht an der Notwendigkeit freundschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte abschließend, dass die Vertreter der deutschen Wirtschaft Putin versichert hätten, dass sie daran interessiert sind, ihre Präsenz auf dem russischen Markt weiterhin fortzusetzen.

[hub, mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.