Pulverfass Syrien

Foto: commons.wikimedia/U.S. Air Force Master Sgt. Lance Cheung GemeinfreiFoto: commons.wikimedia/U.S. Air Force Master Sgt. Lance Cheung Gemeinfrei
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[Von Florian Rötzer] – Beinahe-Zusammenstoß von Flugzeugen der USA und Russlands, Türkei hat Luftangriffe nach Drohung Syriens eingestellt, Streit über die geplante Einnahme von Raqqa.

Die Situation in Syrien und im Irak ist hochexplosiv, verstärkt durch die Intervention des Nato-Mitglieds Türkei, das mit Russland und den nordirakischen Kurden liiert ist. Der Kampf um Aleppo, die Offensive auf Mosul und die geplante Befreiung von Raqqa haben die tiefen Risse der rivalisierenden Koalitionen und Staaten offenbart. Dass es am 17. Oktober um Mitternacht, wie jetzt bekannt wurde, beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem amerikanischen und einem russischen Kampfflugzeug gekommen wäre, erhellt nur, dass es jederzeit zu einer Erweiterung der Kämpfe kommen könnte, in die dann auch Deutschland direkt hineingezogen würde.

Der Vorfall ereignete sich, weil sich in Ostsyrien ein nicht näher beschriebenes US-Flugzeug („larger framed aircraft“), wie es Brauch zu sein scheint, „allgemein in dem Gebiet befand“, in dem ein russisches Aufklärungsflugzeug, das wie meist von einem Kampfflugzeug gesichert wurde, unterwegs war. Generalleutnant Jeff Harrigian, der Kommandeur der dem Central Command unterstellten Luftwaffeneinheit, schob die Schuld den Russen zu. Es käme zwar in der letzten Zeit oft zu solchen Begegnungen in der Luft zwischen Flugzeugen, aber dieser Vorfall wurde von den USA als bedenklicher eingestuft. Man habe diesen den Russen berichtet, die gesagt hätten, der Pilot habe das amerikanische Flugzeug gar nicht gesehen.

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