Prorussische Kandidaten gewinnen Präsidentschaftswahlen in Bulgarien und Moldawien

Foto: olafpictures CC0 Public Domain via PixabayFoto: olafpictures CC0 Public Domain via Pixabay
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[Von Markus Salzmann] – Sowohl in Bulgarien als auch in der Republik Moldau gewann am Sonntag ein prorussischer Kandidat die Stichwahl zum Präsidentenamt. Die Ergebnisse sorgen innen- und außenpolitisch für Spannungen und vertiefen die Krise der EU, da sich sowohl das EU- und Nato-Mitglied Bulgarien als auch das strategisch zwischen Rumänien und der Ukraine gelegene Moldawien stärker auf Russland ausrichten werden.

In Bulgarien traten der ehemalige General Rumen Radew für die Sozialistische Partei (BSP) und die Parlamentspräsidentin Zezka Zatschewa für die proeuropäische Regierungspartei GERB zur Stichwahl an. Radew gewann deutlich mit mehr als 58 Prozent. Zatschewa erhielt nur 35 Prozent. Radew hatte bereits die erste Wahlrunde am 6. November gewonnen.

Die Wahl hat eine massive innenpolitische Krise ausgelöst. Nach der Niederlage der von ihm nominierten Kandidatin erklärte der seit 2014 regierende bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow (GERB) am Sonntag seinen Rücktritt. Borissow soll zwar provisorisch im Amt bleiben, das Land wird aber monatelang ohne voll handlungsfähige Regierung sein, da der amtierende Präsident Rossen Plewneliew kurz vor seinem Ausscheiden keine Neuwahlen mehr anberaumen darf.

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