Presseschau

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Die staatliche schwedische Nachrichtenagentur SVT titelte in der vergangenen Woche: “Russland keine ernsthafte Bedrohung für die NATO“. Inhalt des Artikels war eine Studie des internationalen schwedischen Friedensforschungsinstituts (SIPRI), welche zu dem Schluss kam, dass die Ausgaben Russlands in der Aufrüstung gerade mal ein Zehntel der NATO-Ausgaben betragen. Der russische Experte Siemon Wezeman des SIPRI-Institutes erklärte dazu: „Wenn man sich die Ausgaben ansieht, sollte man sich wirklich fragen, ob Russlands Militär eine sichere Bedrohung gegen die NATO als Ganzes ist.“

 

Der Sonderbeauftragte der US-Regierung für den Wiederaufbau Afghanistans hat am vergangenen Sonntag seinen routinemäßigen Quartalsbericht für den U.S. Congress vorgelegt. Zusammen mit dem 280 Seiten umfassenden Bericht hob das Büro des Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR) einige Fakten heraus: Vergangene Gewinne sind erodiert: Armut, Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung, Gewalt, Auswanderung, interne Verdrängung und die allgemeine geschlechtsspezifische Lücke haben sich erhöht, während Dienstleistungen und private Investitionen zurückgegangen sind.

 

China mutiert zum Lieblingsfeind der Deutschen. Nach den Stahlimporten geht es jetzt gegen die „gelbe Gefahr“, die sich aus chinesischen Firmenkäufen ergibt. Der deutsche Merkantilismus soll schon genetisch nachweisbar sein.
Man muss sich nicht die unerträgliche Suada eines ausgemachten Chinesenfeindes wie Günther Oettinger anhören (hier z. B.), um zu erkennen, dass Deutschland im Umgang mit dem Reich der Mitte von einer Phobie besessen ist, die ihresgleichen sucht. Auch in der „Chefsache“ des Managermagazins wird die Gefahr beschworen (hier), dass China nun in großen Mengen deutsche Unternehmen aufkauft und dann – ja, was dann?

 

Auf Anweisung des IWF haben Beamte und Politiker in der Ukraine ihr Vermögen offenlegen müssen. Heraus kamen Millionen auf den Konten – die meisten bei Präsident Poroschenko. Zahlen, die den Vorwurf der Korruption weiter schüren. (…) Justizminister Pawlo Petrenko besitzt auf seinem Konto eine Millionen Dollar und hat zusätzlich 500.000 Dollar als Bargeld zu Hause. Sein Kommentar: „Das ist alles, was ich für notwendig erachte. Es ist ausreichend, um damit zu leben.“

 

(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.