Präsident Putin tritt mit verblüffender Offenheit an die Öffentlichkeit

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Am Sonntag waren die russischen Massenmedien übervoll mit Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu den Ereignissen auf der Krim vor einem Jahr. Seine Äußerungen tragen einen verblüffend offenen Charakter.

„Kaliningrad-Domizil“ fasst mit diesem Artikel Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen, die am gestrigen Sonntag in vielen russischen Medien veröffentlicht worden und die alle einen Bezug auf die Ereignisse rund um die Krim vor einem Jahr hatten. Die Äußerungen tätigte der Präsident im Film „Der Weg nach Russland“, der breit in der vergangenen Woche angekündigt worden war.

Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, dass im März 2014 auf die Krim Spezialkräfte der SpezNas der GRU (Truppen für Spezialaufgaben der russischen Aufklärung) verlegt wurden.

„Ich habe eine entsprechende Weisung an das Verteidigungsministerium gegeben, warum soll ich es verschweigen, unter dem Vorwand der Verstärkung unserer militärischen Objekte auf der Krim, Spezialtruppen der Hauptverwaltung Aufklärung und Kräfte der Seelandungskräfte dorthin zu verlegen“, – so Putin.

Damit hofften die russischen Verantwortlichen die ukrainische Armee auf der Krim zu neutralisieren – so der Präsident.

„Man kann sagen, dass unsere Jungs sich sehr standhaft gezeigt haben und die ukrainischen Armeeangehörigen haben versucht, ihren Fahneneid zu erfüllen“, – so der Präsident weiter.

Außerdem hatte man, nach den Worten des Präsidenten, in Russland die Möglichkeit der Anwendung von atomarer Bewaffnung überlegt. Zum Glück ist keine Situation entstanden, die dies notwendig machte. „Aber was unsere Atomstreitkräfte anbelangt, sie sind sowieso immer im Zustand der vollen Gefechtsbereitschaft“,  – so der Staatschef.

Putin erzählte weiter, das er in der Periode der Aufnahme der Krim in den Bestand Russlands, mehrmals per Telefon mit den Staatschefs westlicher Staaten gesprochen habe.

„Unsere amerikanischen Kollegen haben uns während der Gespräche gesagt, dass wir die ukrainischen Truppenteile blockieren. Und ich antwortete, dass es schon keine ukrainischen Truppenteile mehr gibt, sondern nur noch Gruppen aus Armeeangehörigen. Und die sind ohne Waffen und sie werden auch von niemandem bedroht“, – so der Präsident.

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