Poroschenko vergleicht „Neurussland“ mit Tolkiens Mordor

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Peter Mühlbauer – Gestern twitterte der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko den Satz: „Die Ukraine war, ist und wird sein – Neurussland ist ein tolkienscher Mythos namens Mordor“. Der BBC zufolge machte er diesen Vergleich auch in der Rede zu einer Militärparade in Kiew, mit der der 24. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine gefeiert wurde.

Mordor ist nicht nur ein erfundenes Fantasieland, sondern in den Romanen J.R.R. Tolkiens auch das Reich des Bösen, in dem Sauron herrscht (vgl. Ein Ring, sie zu knechten, sie ewig zu binden.. und Tolkien reloaded). „Neurussland“ ist ein Begriff, mit dem das Zarenreich im 18. und 19. Jahrhundert die Gebiete im heutigen Südrussland und in der Ukraine bezeichnete, die es in dieser Zeit dem türkischen Sultan entriss. Seit dem Regierungssturz in der Ukraine im Februar 2014 und den Bestrebungen in Gebieten mit hohem russischsprachigen Bevölkerungsanteil, sich von Kiew zu trennen, wird der Begriff wieder vermehrt verwendet. Was er heute bezeichnen soll, ist allerdings nicht ganz klar: Die engste Definitionen umfasst nur die beiden abtrünnigen Volksrepubliken Donezk und Lugansk, die weiteste die gesamte Ostukraine und die Schwarzmeerküste bis hinter Odessa.

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