Polnische Wettbewerbshüter gegen Nord Stream

Foto: commons.wikimedia/Pjotr Mahhonin CC BY-SA 4.0Foto: commons.wikimedia/Pjotr Mahhonin CC BY-SA 4.0
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Die polnische Antimonopolbehörde hat Einspruch gegen das unter dem Namen Nord Stream 2 geplante Erweiterungsprojekt der Ostsee-Gaspipeline von Russland nach Deutschland erhoben. Der Schritt des polnischen „Amts für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz“ UOKiK richtet sich dabei gegen das Konsortium aus Gazprom, E.ON, Engie, OMV, Shell und Wintershall.

Die geplante Erweiterung sieht vor, dass parallel zu den 2011 in Betrieb genommenen zwei Röhren (55 Mrd Kubikmeter Jahreskapazität) zwei weitere Röhren identischer Kapazität verlegt werden. Hintergrund sind die erwarteten Steigerungen beim Gasverbrauch im Zuge des Klimaschutzes und nach der Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke bis 2022.

Unabhängigkeit von der Ukraine

Zudem erlaubt die zusätzliche Kapazität beiden Seiten, Lieferant und Kunden, sich vom politisch und wirtschaftlich unsicheren Transitland Ukraine unabhängig zu machen. Die erste der beiden neuen Röhren soll 2019 in Betrieb gehen. Zum Großteil ist das Material bereits geordert.

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