Polio-Ausbruch in der Ukraine

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-71807-0002 / Giso Löwe / CC-BY-SA 3.0Foto: Bundesarchiv, Bild 183-71807-0002 / Giso Löwe / CC-BY-SA 3.0
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[Von Peter Mühlbauer] – Weltbank empfiehlt Beteiligung des privaten Sektors am Gesundheitssystem.

In der Karpato-Ukraine, die bis 1939 zur Tschechoslowakei gehörte, hat es im September zwei Polio-Ausbrüche gegeben. Das Polio-Virus kann Menschen jeden Alters befallen. In der Praxis stecken sich aber vor allem Kinder an. Der Erreger schädigt das Nervensystem, weshalb viele Erkrankte gelähmt zurückbleiben. Der bekannteste unter ihnen war US-Präsident Franklin Delano Roosevelt, bei dem erst 1921 (als er schon 39 Jahre alt war) Kinderlähmung diagnostiziert wurde. Danach war er auf Gehstöcke, Schienen und einen Rollstuhl angewiesen.

Theoretisch müssten zwar alle ukrainischen Kinder beim Schuleintritt gegen Polio geimpft sein – ob sie das tatsächlich sind, wird aber nicht immer kontrolliert. Das begünstigt Impfgegner, die es nicht nur in den USA, Deutschland und Australien, sondern auch in der Ukraine gibt: Sie hängen dem Glauben an, Impfstoffe seien schädlicher als die Krankheiten, gegen die sie immunisieren. Häufig vermuten sie auch eine Verschwörung der Pharmaindustrie, die sie unter anderem dafür verantwortlich machen, dass es keine seriösen wissenschaftlichen Studien gibt, die ihren Glauben stützen.

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