Pessimismus oder schon Defätismus?

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[Von Uwe Niemeier] – Natürlich läuft nicht immer alles ideal im Leben, es gibt Höhen und Tiefen. Man muss sich aber nur seine prinzipielle optimistische Grundhaltung bewahren, dann wird alles gut. Soweit zur Theorie. Wenn es aber gar keine optimistischen Informationen mehr gibt, dann kann ein Optimist sich auch zu einem Pessimisten wandeln. Dass muss auch nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, denn ein gewisser Pessimismus kann durchaus Grundlage für neue Gedanken und Ideen sein, die dann wiederum etwas Positives bewirken. Wenn aber der Pessimismus in die Qualität Defätismus umschlägt, dann sieht es schon arg Böse aus.

In Kriegszeiten wurde die Verbreitung von Defätismus durch Erschießen bestraft – von allen Seiten. Zum Glück haben wir keinen Krieg, keinen heißen und, wie von allen Seiten behauptet wird, auch keinen kalten Krieg, so dass ich hoffe, für meine pessimistischen oder gar defätistischen Darlegungen nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Darüber zu schreiben bedeutet ja auch, dass man noch nicht ganz aufgegeben hat – es Stück Resthoffnung also noch vorhanden ist.

Wir können die Statistik drehen und wenden wie wir wollen, wir können die Zahlen korrigieren, interpretieren – ein Blick in die tägliche Praxis, das tägliche Leben zeigt: Es geht nicht vorwärts in Kaliningrad. Gründe dafür finden sich viele. Einige meinen, es liegt an der Gebietsregierung und deren Unvermögen, andere meinen, dass Kaliningrad für das föderale Zentrum uninteressant ist und deshalb vernachlässigt wird. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

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