Pentagon forciert Lieferung von „letalen Waffen“ an die Ukraine

US-Comittee Armed Services CC0

Die Lieferung von „tödlichen Waffen“ an die Ukraine seien im Interesse der Vereinigten Staaten, erklärte John Rood bei seiner Anhörung zur Nominierung für den Posten des stellvertretenden Verteidigungsministers für politische Angelegenheiten im Senat des US-Kongresses.

„Ich befürworte, dass die Vereinigten Staaten der Ukraine helfen, ihre Streitkräfte zu stärken, damit diese ihre [der Ukraine] Souveränität und territoriale Integrität schützen können“, sagte er bei einer Anhörung im Streitkräfteausschuss über die Genehmigung seiner Kandidatur laut der Website des Ausschusses.

Als er befragt wurde, ob die USA der Ukraine tödliche Waffen liefern solle, antwortete Rood mit „Ja“ und fuhr fort:

„Die Unterstützung der Ukraine und anderer Länder in dieser Region ist Teil einer umfassenderen US-Strategie, um die weitere Aggression Russlands gegen die Ukraine und andere Länder einzudämmen“. Ihm zufolge sollten „Länder wie die Ukraine in der Lage sein, ihre Souveränität zu schützen, Reformen durchzuführen und engere Beziehungen zu den USA und unseren NATO-Verbündeten aufzubauen“.

Der Kongress hat am vergangenen Donnerstag das Verteidigungsbudget des Landes für das Finanzjahr 2018 genehmigt – 692 Miliarden US-Dollar.

Für die Ukraine sind eingeplant 350 Millionen USD für die Lieferung von Verteidigungswaffen einschließlich oben genannter Waffen und Ausrüstung für die Ausbildung ukrainischer Soldaten.

Das Ministerium darf aber vorerst nur über die Hälfte der Summe verfügen. Die zweite Hälfte wird erst freigegeben, nachdem dem Kongress versichert worden ist, dass die ukrainischen Behörden „institutionelle Reformen“ im Verteidigungsbereich durchgeführt haben.

Der 49-jährige Rood war von 2007 bis 2009 stellvertretender US-Außenminister für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit. Zuvor war er leitender Direktor im Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses (befasste sich mit den Problemen der Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen), stellvertretender Verteidigungsminister und arbeitete in verschiedenen Positionen beim CIA.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.