Patriarch Kirill: Kaliningrader Identität nicht auf deutschen Ziegelsteinen bauen

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Der russische Patriarch Kirill hat während seines zweitägigen Besuches in Kaliningrad, die Bürger der Stadt und des Gebietes aufgerufen, ihre eigene Identität nicht auf deutschen Ziegelsteinen zu errichten.

Patriarch Kirill II. erklärte, das das Kaliningrader Gebiet eine eigene historische Architektur, eine russische Architektur benötigt.

Er rief die Bewohner dazu auf, in der Region eine eigene russische kulturelle und architektonische Landschaft unter Beachtung traditioneller Werte zu schaffen.

Die Basis für die Kaliningrader Identität kann nicht das Streben sein, diese auf der Basis der für Russland fremden westlichen Ideologie zu schaffen. Diese Erde gehörte fast 700 Jahre den Deutschen. Es ist oft verlockend, die eigene Identität auf den Fundamenten eines Erbes zu errichten. Aber ohne die Verdienste der deutschen Architekten, Bildhauer, Landschaftsgestalter, ja sogar der einfachen Bauern schmälern zu wollen, sollten wir nicht vergessen, dass die Grundlage der Kultur nicht Ziegelsteine sind, sondern Menschen und deren erklärte Werte – so der russische Patriarch.

Die Werte der ehemaligen Bewohner, die auf dem Territorium des Gebietes gelebt haben, sind zu verurteilen – so der Patriarch. Zu diesen zu verurteilenden Werten gehört, nach den Worten des Patriarchen, die Ideologie „Drang nach dem Osten“, „Angriff auf den Osten“. Diese Ideologie zeigte sich mehrere Male in der Geschichte der deutschen Besitzer dieses Gebietes. Als ein Beispiel nannte der Patriarch die Zeit der Teutonischen Ritter und die Periode des Dritten Reiches.

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