Parkanlagen und Gärten in Kaliningrad – Geschichte und Gegenwart

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„Wusstest du eigentlich, dass wir in Königsberg Palmen hatten“, – fragte mich vor Jahren ein Königsberger als ich zu dessen 70. Geburtstag in Deutschland weilte? „Palmen“, – fragte ich ungläubig – „na vielleicht in euren Schulbüchern auf Fotos oder gab es schon kleine Zierpalmen für die Wohnung?“ „Nein“, – sagte er, „richtige Palmen, im Freien und zwar genau hier“, – und er stolzierte schnurstracks zu dem Stadtplan von Königsberg, der schön eingerahmt an der Wand hing. Er nahm das Schloss als Orientierung (etwa da, wo heute das Hotel Kaliningrad bzw. das Kaliningrad-Plaza stehen) und führte dann seinen Finger die Wagnerstraße entlang (ul. Wagnera, deren Namenspatron ursprünglich nicht der Komponist Richard Wagner war, der zwar in der Nähe am Steindamm 111 – heute Leninski Prospekt wohnte, sondern der Chirurg Karl Ernst Albrecht Wagner) nach Westen und zeigte triumphierend auf eine begrünte Fläche die ich unschwer als Botanischen Garten ausmachte.

Er erzählte begeistert von fremdartigen Pflanzen und himmelhohen Bäumen, die in seinem Rückblick wie seltsame Gäste aus fremden Ländern erschienen. Dort habe er auch die Palmen gesehen.

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