Ost-Ukraine: Unabhängigkeits-Referendum trotz Militärterror

[Von Ulrich Heyden] Wahlbeteiligung angeblich zwischen 70 und 80 Prozent. Nationalgarde beschießt Polizeizentrale von Mariupol. Oligarch Achmetow fordert Stopp der ukrainischen Militär-Operationen in der Industrieregion Donbass

Millionen Menschen beteiligten sich am Sonntag, trotz Warnungen aus Kiew und westlichen Hauptstädten, in den ostukrainischen Gebieten Donezk und Lugansk an einem Unabhängigkeits-Referendum. Die Beteiligung an dem Referendum lag nach Aussagen der Zentralen Wahlkommission im Gebiet Donezk bei 71 Prozent und im Gebiet Lugansk, welches direkt an Russland grenzt, bei 80 Prozent. In der Stadt Großstadt Donezk bildeten sich vor den Wahllokalen über hundert Meter lange Schlangen. Die in Schulen untergebrachten Wahllokale waren von acht bis 22 Uhr geöffnet. Für die Unabhängigkeit der Donezk-Republik stimmten nach einer Mitteilung der Zentralen Wahlkommission 89,7 Prozent der Wähler. Dagegen stimmten 10,19 Prozent. 0,74 Prozent der Abstimmungszettel waren ungültig.

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