Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft: Wir wollen in Russland mit unseren Partnern wachsen

Foto: Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft
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Ein Projekt des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zur Unterstützung deutscher Produzenten in Russland nimmt weiter Fahrt auf. In den Räumen des Ost-Ausschusses wurde am Dienstag bereits der zweite Kooperationsvertrag einer deutschen Firma mit der russischen Korporation für Mittelstandsförderung (KMSP) abgeschlossen. Der Düsseldorfer Spezialmaschinenbauer GEA unterzeichnete eine Vereinbarung zur Suche und Qualifikation russischer Zulieferunternehmen. Damit soll die Wertschöpfungstiefe in Russland weiter erhöht werden und gleichzeitig der russische Mittelstand vom Know-how des Unternehmens profitieren.

Ost-Ausschuss Geschäftsführer Michael Harms freute sich über die Vereinbarung: „Viele unserer Mitgliedsunternehmen sind mittelständisch geprägt und wünschen sich von uns eine direkte Unterstützung ihrer Geschäftstätigkeit. Im Rahmen dieses Projektes helfen wir den Firmen einerseits den russischen Lokalisierungsanforderungen gerecht zu werden, und andererseits den russischen Mittelstand weltmarkttaugliche Produkte zu entwickeln.“ Im Idealfall würden die auf diese Art gefundenen russischen Firmen Teil der weltweiten Lieferkette.

Eine der größten Herausforderungen vor der deutsche Firmen in Russland stehen ist, qualifizierte Lieferanten zu finden, die just in time, dauerhaft zuverlässig, in der gewünschten Menge und Qualität und zum gleichen Preis liefern können. Durch die Kooperation wird die Suche nach Zulieferern nach den Vorgaben des deutschen Produzenten durch die KMSP unterstützt. Die Kontaktstelle Mittelstand im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft fungiert dabei als Vermittler zwischen Industrie und Behörde und eruiert, welche deutschen Firmen für eine solche Kooperation in Frage kommen könnten. Voraussetzung für eine Teilnahme am Programm ist entweder eine bereits existierende Produktion in Russland oder konkrete Pläne zur Lokalisierung.

Nachdem auf Initiative und unter Beteiligung des Ost-Ausschusses der Pumpenspezialist WILO im Mai dieses Jahres die erste Road Map mit der KMSP unterzeichnet und damit ein deutliches Zeichen pro Russland gesetzt hat, zeigen sich weitere deutsche Unternehmen an einer Zusammenarbeit interessiert.

„Wir haben diese Vereinbarung geschlossen, weil wir gemeinsam mit unseren russischen Partnern wachsen wollen“, beschreibt Oliver Cescotti, Managing Director GEA Refrigeration, die Motivation des Unternehmens. Der Kontrakt regelt, wie, in welcher Zeit und nach welchen Kriterien die russischen Mittelständler ausgewählt werden und legt fest, nach welcher Zeit die Ergebnisse evaluiert werden. „Wir sind an einer langfristigen Kooperation interessiert und gewillt, in die Qualifikation solcher Unternehmen Zeit zu investieren. Direkt in Russland zu produzieren ist günstiger und stellt einen Wettbewerbsvorteil dar“, so Cescotti weiter. GEA ist einer der größten Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie und ein breites Spektrum weiterer Branchen. Das international tätige Technologieunternehmen konzentriert sich auf Prozesstechnik und Komponenten für anspruchsvolle Produktionsverfahren in unterschiedlichen Endmärkten.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft wurde 1952 als erste Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft gegründet. Der Ost-Ausschuss vertritt die deutsche Wirtschaft in bilateralen Gremien und führt jährlich eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen, Unternehmerreisen und Konferenzen in und über 21 Länder durch. Die Organisation mit Sitz in Berlin versteht sich als Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die osteuropäischen und zentralasiatischen Zukunftsmärkte. Der Ost-Ausschuss wird von fünf großen Wirtschaftsverbänden sowie rund 220 Mitgliedsunternehmen getragen.

Pressemitteilung Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft