Odessa: Anschlag auf Eisenbahn [Video aus YouTube]

Amateurvideo wird russischer YouTube-Hit - offenbar Kampf zwischen proseparatistischem Untergrund und Regierungstruppen in der Südukraine

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Ein nach Angaben der Agentur Newsfront authentisches Video zeigt einen Anschlag von proseparatistischen Guerillias in der Südukraine auf einen Zug bei Odessa.

Dass es in den Gebieten, die in der Ostukraine von den Regierungstruppen gehalten werden, Guerillias gibt, ist bekannt und vor dem Waffenstillstand gab es auch immer wieder Meldungen über Angriffe auf Nachschubwege. Das Video ist das erste uns bekannte Zeugnis nach dem Eintritt einer wirklichen Waffenruhe im Dezember und zeigt, wie brüchig die Kontrolle der Kiewer Euromaidan-Regierung über den Süden und Osten des Landes ist. Zwar kontrollieren Sicherheitskräfte und radikale Euromaidaner, häufig Nationalisten, die Städte – aber die, die mit ihrer Herrschaft nicht einverstanden und ebenso radikalisiert sind, weichen dafür offenbar in den Untergrund aus.

Die Onlinezeitung Tajmer aus Odessa berichtet heute von umfangreichen Kontrollen der Regierungstruppen in der Stadt, um die Gegend (Zitat Iwan Katerintschuk, Euromaidan-Funktionär) „vor terroristischer Bedrohung zu schützen“. In der Stadt Odessa, mehrheitlich russischsprachig, zeigen sich nach einem blutigen Anschlag auf ein Gewerkschaftshaus im Mai nur noch die Euromaidaner offen. Das Video ist aktuell eines der meistgeschauten Russlands. Die Agentur Newsfront, die das Video veröffentlicht hat, ist in Donezk und auf der Krim beheimatet und steht den Separatisten nahe.