Obama: Autokraten sind keine Zukunftslösung

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[Von Thomas Pany] – Der US-Präsident spricht sich vor der UN deutlich gegen Baschar al-Assad aus, lässt aber Optionen für eine Zusammenarbeit mit Russland in Syrien offen.

Zwei Autokraten, Saddam Hussein und Gaddafi, wurden mit militärischer Gewalt von ihren Posten entfernt, dem folgten Milizenkriege, die die Bevölkerung mit hineinzogen, der IS und eine gigantische Fluchtbewegung. Gegenwärtiger Schluss daraus ist, dass man diesen Fehler in Syrien nicht wiederholen sollte: Besser mit Assad eine Lösung finden, als zu riskieren, dass Dschihadisten in Damaskus einziehen.

„The world is not a nice place“, kommentiert Juan Cole die Aussichten auf eine Kooperation mit dem „Kriegsverbrecher Baschar al-Assad“. Politik ist schmutzig. In der Rede des US-Präsidenten Obama vor der UN kam so gut wie nichts von der fiesen Seite der Politik zur Sprache. Sie war idealistisch gehalten, wie für eine Akademie. Dabei sagte er viel grundsätzlich Richtiges, dem kaum einer widersprechen würde („inklusive Demokratie macht jedes Land stärker“), ließ aber sehr vieles aus der Wirklichkeit, das die Kontroversen bestimmt, einfach aus.

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