Navigator der abgeschossenen russischen Su-24 befreit

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Moskau. Am Dienstag befreiten die russischen und syrische Sondereinheiten in einer militärischen Rettungsoperation den Navigator des Kampfflugzeuges Su-24, das gestern morgen durch türkische Rakten im Grenzgebiet zwischen Syrien und der Türkei abgeschossen worden war, teilte heute Interfax unter Hinweis auf entsprechende Informationen aus der Sitzung des Kollegiums des russischen Verteidigungsministeriums mit.

«Die Operation wurde um 03:40 (Moskauer Zeit) erfolgreich abgeschlossen. Der Navigator wurde zu unserer Basis gebracht. Er lebt und ist gesund» , bestätigte der Ressortchef, Armeegeneral Sergej Schojgu. «Ich möchte allen unseren Leute danken, die mit gewaltigem Risiko die ganze Nacht gearbeitet haben.», so Schojgu und ergänzte: «Ich habe den erfolgreichen Abschluss der Operation dem Obersten Befehlshaber berichtet. Er bat, der gesamten Mannschaft zu danken, die an dieser Operation teilgenommen hat».

Nach dem Abschuss des Kampfbombers am Dienstagmorgen über syrischem Gebiet hatten sich beide Besatzungsmitglieder aus der Maschine katapultieren können. Daraufhin war vom Boden aus das Feuer auf sie eröffnet worden. Dabei wurde der Pilot der Su-24 tödlich getroffen worden, der Navigator geriet in Gefangenschaft der Rebellen, aus der er nun befreit wurde.

Der Pilot wurde postum mit dem Stern eines Helden Russlands geehrt.

Hartmut Hübner/russland.RU

Über den Autor

Hartmut Hübner
Gelernter und sogar diplomierter Journalist. Nachdem ich im Ergebnis einer Fahrt auf einem Riesenrad von meinem ursprünglichen Wunsch, Pilot zu werden, endgültig Abschied genommen hatte, beschloss ich als, „rasender Reporter“ aus der ganzen Welt zu berichten. Als „Mittagspausen-Notenkoch“ im Schulfunk und Volontär bei der Berliner Zeitung „Junge Welt“ begann meine journalistische Karriere, die sich nach dem Studium als Verantwortlicher für eine Zeitung im sächsischen Gesundheitswesen, Pressesprecher an der Leipziger Sporthochschule DHfK und Redakteur an der Leipziger Volkszeitung fortsetzte, bis ich mir einen Kindheitstraum erfüllte und ein freies Korrespondentenbüro in Moskau übernahm. Das war 1995 – und seither lässt mich Russland nicht mehr los.