NATO unterstützt die türkische Version

Jens_Stoltenberg_Munich_Security_Conference_2015_by_Olaf_Kosinsky-258Jens_Stoltenberg_Munich_Security_Conference_2015_by_Olaf_Kosinsky-258
image_pdfimage_print

Die NATO glaubt der Türkei, dass die russische Su-24 den türkischen Luftraum verletzt habe. Diese Version werde auch von anderen Verbündeten unterstützt, so NATO-Generalsekretär Stoltenberg auf der auf Betreiben der Türkei einberufenen NATO-Sondersitzung. Die NATO begrüße und fördere aber auch Kontakte zwischen Moskau und Ankara, damit der Vorfall in Ruhe und deeskalierend besprochen werden könne.

Das türkische Militär behauptet weiterhin, die russische Maschine habe türkischen Luftraum verletzt und sei gewarnt worden. Das russische Verteidigungsministerium hält dagegen, die Su-24 sei nur über syrisches Gebiet geflogen und habe den Luftraum nicht verletzt. Präsident Putin stellte ergänzend fest, das Flugzeug habe über Nord-Latakia eine Operation gegen den IS geflogen.

„Ich fordere auf, sich auch weiterhin für Frieden und Deeskalation zu engagieren. Diplomatie und Deeskalation ist nicht nur notwendig, um diese Krise zu lösen, sondern auch um Mechanismen zu entwickeln, die solche Vorfälle in Zukunft vermeiden,“ sagte Stoltenberg.
Es sei wichtig, Maßnahmen zu entwickeln, um Konfliktsituationen im Rahmen des Kampfes zu verhindern. Die Bekämpfung der Terrororganisation IS sollte für alle der Hauptzweck sein, es würden aber oft auch Gebiete bombardiert werden, „die nicht vom IS besetzt seien.“

Laut einem Schreiben der türkischen Ständigen Vertretung bei der UNO, habe die Türkei nicht gewusst, dass es sich um ein russisches Flugzeug handele.
(hmw/russland.ru)