Nach Abschuss des russischen Kampfflugzeugs: Ruhe vor dem Sturm?

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[Von Florian Rötzer] – Zu vermuten ist, dass die Türkei aus eigenen geostrategischen Interessen die Suche nach einer gemeinsamen Lösung des Syrien-Konflikts torpedieren wollte.

Der Abschuss des russischen Kampflugzeugs, das angeblich in 6 km Höhe über dem türkisch-syrischen Grenzgebiet geflogen ist, hat die Möglichkeit, zu einer internationalen Lösung des Syrien-Konflikts und eines gemeinsamen Kampfs gegen den IS zu gelangen, erschwert. Ausgerechnet die beiden Länder stoßen damit aufeinander, die sich zwar in den Kampf gegen den IS eingereiht haben, aber vornehmlich andere Gruppen bekämpfen: die Türken die Kurden bzw. die PKK, die Russen die bewaffnete Opposition, die gegen Assads Truppen kämpft.

Bislang halten sich noch alle Parteien zurück, aber das kann sich ändern. Ungeklärt ist, ob das Flugzeug im türkischen Luftraum, wie die Türkei behauptet, oder über syrischem Territorium, wie Moskau erklärt, abgeschossen wurde. Weltweit ist man in Sorge, was sich aus dem Vorfall kurz vor dem Besuch des französischen Präsidenten Hollande bei US-Präsident Obama und danach beim russischen Präsidenten Putin, entwickeln könnte. Die Ölpreise sind in die Höhe geschnellt, an den Börsen ging es weltweit hinunter.

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