Montenegro: Widerstand gegen NATO-Beitritt

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In der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica demonstrierten am Wochenende an die 5.000 Menschen gegen den Beitritt ihres Landes zum atlantischen NATO-Bündnis. Nach jahrelangen Verhandlungen hatte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg Anfang Dezember eine entsprechende Einladung ausgesprochen. Den Plänen der westlichen Allianz zufolge soll der Beitritt des Westbalkanstaats im Juli 2016 besiegelt werden.

Vom Saulus zum Paulus

Internationale Aufmerksamkeit weckt der Vorgang vor allem, weil das bis 2006 zu Serbien bzw. Jugoslawien gehörende Montenegro bislang – wie der Nachbar Serbien – als wesentlicher Parteigänger der russischen Politik auf dem Balkan galt. Der Schwenk nach Westen ist zudem das Werk des langjährigen montenegrinischen Premierministers Milo Dukanovic. In den 1990er Jahren galt dieser Politiker als Verfechter einer klaren Abgrenzung vom Westen; 1996 kritisierte er das vom serbischen Hardliner-Präsidenten ausgehandelte Dayton-Abkommen als „anti-serbisch“.

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