Mit dem Atomeisbrecher zum Nordpol

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Die russische Reederei »Atomflot« hat ihr diesjähriges touristisches Programm bekannt gegeben.

Mit dem größten Atomeisbrecher der Welt, der »50. Jahrestag des Sieges«, wird die Nordpolroute am 15. Juni eröffnet. Hundert Gäste sind eingeladen – sofern sie wenigsten $ 28.000 für die elftägige Reise mit bestem Komfort auszugeben gewillt sind.

Dafür erleben sie allerdings fast ausschließlich Superlative: Die drei Riesenschrauben des Schiffes werden von zwei Atomreaktoren angetrieben – wobei immer nur einer „arbeitet“  und 75.000 PS liefert. Das Schiff ist 160 Meter lang und 30 m breit. Der Eisbrecher ist der stärkste der Welt, er kann noch Eis von über 5 m Dicke zermalmen. Und mit dieser Kraft arbeitet er sich bis an den Nordpol heran.

Nach fünf Tagen Arbeit macht er am Nordpol einen Tag Rast und tritt dann die fünftägige Rückreise an. Am Pol haben die Gäste das einmalige Vergnügen direkt am Pol zu grillen, um den Pol zu tanzen und auch zu schwimmen. Auf dem Archipel »Franz Josef Land« kann man – angefangen von Eisbären bis hin zu Walrössern und Walen (so der Veranstalter) – die Fauna des Nordpols erkunden.

Auf geht’s! Dann wollen wir mal das Sparschwein befragen. Aber wenn das Sparschwein noch „njet“ sagt – keine Panik! Die Reise findet dieses Jahr noch viermal statt.

[Hanns-Martin Wietek/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.