Minutenprotokoll des Tages aus Kiew [19.2.2014] aktualisiert 23:54

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23:54

Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben am Mittwoch in einem Telefongespräch ihre Besorgnis über die Zuspitzung der Lage in der Ukraine geäußert.

23:36

Schulen und Kindergärten werden bis 21. Februar geschlossen bleiben

23:08

Die Verhandlungen der Opposition mit dem ukrainischen Präsidenten können am späten Mittwochabend stattfinden, teilte die Beraterin des Präsidenten der Ukraine Anna German.

23:01

Bei der Antiterror-Operation in der Ukraine könnten Militärangehörige der Streitkräfte des Landes eingesetzt werden, berichtete das Verteidigungsministerium der Ukraine.

Zuvor war der Beginn einer Antiterror-Operation auf dem Territorium des Landes bekanntgegeben worden.

In der Zwischenzeit wurde in Kiew nach einem Brand in einer Garage ein Munitionslager gefunden. Insgesamt wurden 60 Granatengehäuse und Chemikalien für die Herstellung von Sprengstoffen beschlagnahmt, teilte die Hauptverwaltung des Innenministeriums der Ukraine mit.

22:56

Führende EU-Repräsentanten haben die ukrainischen Behörden wegen übermäßiger Gewalt gegenüber den Demonstranten gebrandmarkt.

„Wir verurteilen die nicht adäquate Anwendung von Gewalt durch die Machthaber in der Ukraine und rufen alle Seiten auf, vor Gewalt abzusehen“, erklärte der EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Mittwoch in Brüssel. „Wichtig ist, die Situation zu beruhigen und die Sicherheit zu erhöhen… Die ukrainischen Behörden haben die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen“, hieß es.

22:42

Die Frage von möglichen Sanktionen der EU sei angesichts der gegenwärtigen Situation in der Ukraine unangebracht und unzeitgemäß, sie würden keinen großen Einfluss auf ihre Lösung haben, sagte Russlands ständiger Vertreter bei der Europäischen Union, Wladimir Tschischow.

Tschischow zufolge, würde es, wenn „die Europäische Union gegen die Vertreter der aktuellen ukrainischen Führung Sanktionen verhängt, bedeuten, dass sie sich eindeutig mit jenen Kräften solidarisiert, die gesetzwidrig versuchen, die demokratisch gewählte Regierung und den Präsident zu stürzen“.

22:27

Die Mitglieder des Begleitausschusses der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Marietta de Pourbaix-Lundin und Mailis Reps, forderten die Abgeordneten der Obersten Rada zum Dialog und zur vollständigen Untersuchung der Umstände der Todesfälle während der Auseinandersetzungen im Zentrum von Kiew am 18. Februar auf. Dies berichtete am Mittwoch, den 19. Februar, die Nachrichtenagentur UNN.

22:19

Der Euro-Maidan ist kein ziviler Protest, sondern eine gut vorbereitete politische Operation, erklärte der Leiter des Ausschusses der russischen Duma (Unterhaus des Parlaments) für Internationale Angelegenheiten, Alexej Puschkow.

Ihm zufolge könnte der dreimonatige zivile Protest, wie er in den westlichen Medien dargestellt wird, nicht durchhalten, wenn er nicht gut organisiert und im Voraus bezahlt sei. Puschkow stellte fest, dass der Maidan in vielen Regionen der Ukraine keine Unterstützer finde.

Heute sagte außerdem Russlands Außenminister Sergej Lawrow in einem Telefongespräch mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier, Russland fordere die EU-Partner auf, ihre Kontakte mit der ukrainischen Opposition dazu zu verwenden, um sie zur Zusammenarbeit mit den Behörden des Landes anzuregen.

22:00

Radikal gesinnte Oppositionelle in der Ukraine haben in den zurückliegenden 24 Stunden rund 1.500 Schusswaffen und 100.000 Stück Munition entwendet. Das erklärte der ukrainische Sicherheitsdienst SBU am Mittwoch.

Die Extremisten seien bei der Besetzung von Verwaltungsgebäuden in den Besitz von Waffen gelangt, die dort eingelagert worden waren, hieß es.

21:33

Die USA rechnen auf Russlands Unterstützung bei den Bemühungen, die darauf abzielen, die Spannungen in der Ukraine zu mildern, sagte am Mittwoch der stellvertretende Assistent des US-Präsidenten für nationale Sicherheit, Ben Rhodes.

Rhodes bezeichnete die Geschehnisse in Kiew, wo Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei zum Verlust von Menschenleben geführt hatten, als inakzeptabel. Die Vereinigten Staaten glauben, dass die Behörden die polizeilichen Spezialeinheiten von den Straßen abziehen und einen Dialog mit der Opposition aufnehmen sollten.

Laut dem Vertreter der Administration verfolgt Präsident Barack Obama die Entwicklungen in der Ukraine mit Aufmerksamkeit.

21:10

Kiewer Miliz nahm über 60 Protestler fest.

20:52

Um 19:00 Uhr (Kiewzeit) findet auf dem Maidan eine Kundgebung statt

20:38

Der stellvertretende Außenminister von Polen, Piotr Serafin, erklärte, dass die EU-Länder in der Frage der Verhängung von Sanktionen gegen Personen, die für die Eskalation der Gewalt in der Ukraine verantwortlich sind, einen Konsens erreicht haben.

„Es besteht vollkommenes Einvernehmen in den Ansichten aller Menschen, mit denen Polens Premierminister Donald Tusk gesprochen hat“, teilte Serafin mit.

Früher hatten die EU-Außenminister gesagt, dass sie am Donnerstag finanzielle Sanktionen und Visa-Einschränkungen gegen die Verantwortlichen für die Gewalt in der Ukraine erörtern würden.

Außerdem berichtete der US-Botschafter in der Ukraine, Jeffrey Piatt, von der Annullierung der Visa für eine Reihe ukrainischer Beamten.

20:33

Demonstranten besetzen Gebäude des staatlichen Komitees für Fernsehen im Zentrum von Kiew.

20:17

Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, sagt, dass die ukrainischen Behörden durch das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten in Kiew, das zahlreiche Opfer gefordert hat, ihre Legitimität fast verloren haben. Er fordert zur dringenden Beendigung des weiteren Blutvergießens auf.

20:17

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande haben sich für Sanktionen gegen die Urheber der Gewalt in der Ukraine ausgesprochen.

Die EU-Außenminister sollen auf ihrer Sondersitzung zur Lage in der Ukraine am Donnerstag entscheiden, welche spezifischen Sanktionen verhängt werden, sagte die Kanzlerin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Hollande am Mittwoch in Paris. „Diejenigen, die sich für diese Taten zu verantworten haben, müssen wissen, dass sie auf jeden Fall sanktioniert werden“, so Merkel.

„Die Bilder, die uns seit gestern von dort erreichen, sind schockierend.“ Hollande sprach mit Blick auf die Lage in der Ukraine von „Ereignissen, die nicht toleriert werden können“ und die er „strengstens verurteilt“. Laut Merkel könne nur der politische Dialog Fortschritte bringen. Es gehe um die Fragen einer „Übergangsregierung und freien Wahlen“, erklärte die Kanzlerin. Merkel und Hollande waren am Mittwoch zu deutsch-französischen Regierungskonsultationen in Paris zusammengekommen. Die Bundeskanzlerin wurde auf ihrer Reise in die französische Hauptstadt von mehr als einem Dutzend Ministern begleitet.

20:16

Der deutsche Außenminister Steinmeier plant angesichts der Lage in der Ukraine gemeinsam mit seinen polnischen und französischen Amtskollegen, Radoslaw Sikorski und Laurent Fabius, morgen früh nach Kiew zu reisen. Die Reise erfolgt in Absprache mit der hohen Beauftragten für die Europäische Außenpolitik Catherine Ashton.

19:47

Radikale haben während des Angriffs auf das Gebäude der regionalen Polizei im ukrainischen Gebiet Wolyn den Gouverneur Alexander Baschkalenko am Kopf verletzt und ihn dann mit Handschellen an die Bühne gefesselt, berichten lokale Medien.

Laut Journalisten wurde der Gouverneur festgehalten, als er zu der Demonstrantenmenge ging. Man forderte von Baschkalenko, einen Rücktrittsantrag zu unterzeichnen.

In der Zwischenzeit wurde in der Stadt Chmelnytski während der Erstürmung des Gebäudes des Sicherheitsdienstes der Ukraine durch die Oppositionellen von einem Scharfschützen aus einem vorbeifahrenden Auto eine Frau erschossen, berichten Medien.

Augenzeugen behaupten, dass auf die Frau sechs bis acht Kugeln abgefeuert wurden und sie in einem Krankenwagen starb.

19:43

Die Europäische Union prüft Finanzsanktionen und Einreisesperren gegen die Verantwortlichen für die Gewalt in der Ukraine.

19:31

Neben den Überfällen auf die Büros der Regierungspartei der Regionen und der Kommunistischen Partei in den westlichen Regionen wurden in der Ost-Teilen der Ukraine Büros der oppositionellen Parteien angegriffen, meldet RBC-Daily.

In der Stadt Kriwoj Rog wurde das Büro der Partei Udar (Schlag) von Vitali Klitschko in Brand gesetzt. Unbekannte haben eine Brandflasche reingeworfen. Der Oberste Rat der autonomen Republik Krim hat Präsident aufgerufen, Ausnahmezustand zu verhängen, berichtet das Internet-Portal Utro.ru.

19:25

Nach der Gewalteskalation in der Ukraine haben die Sicherheitsdienste einen landesweiten „Anti-Terror“-Einsatz angekündigt. Das geht aus einer Mitteilung des Leiters des ukrainischen Sicherheitsdienstes Alexander Yakimenko hervor.

Yakimenko fügte hinzu, der ukrainische Präsident Janukowitsch sei bereits darüber informiert worden.

18:45

Polens Außenminister Radoslaw Sikorski wird auf Antrag der EU-Führung in naher Zukunft Kiew besuchen, berichten Medien. Einzelheiten über den Besuch liegen noch nicht vor.

Auch heute erklärte Polens Premierminister Donald Tusk, dass Polen bereit sei, Flüchtlinge und Verletzte im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine aufzunehmen.

Der Regierungschef sagte, dass die Visegrád-Gruppe (Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn) derzeit die Koordinierung der gemeinsamen Handlungen für die Aufnahme von Ukrainern besprechen, die medizinische Versorgung benötigen.

Tusk teilte mit, dass in Polens Krankenhäuser elf ukrainische Bürger liegen, die bei den Unruhen in Kiew am Dienstag verletzt wurden.

18:32

Der Kreml verfolgt aufmerksam die Entwicklung in der Ukraine, hält sich aber weiterhin an das Prinzip der Nichteinmischung, sagte Dmitri Peskow, Pressesekretär des Präsidenten Russlands.

17:56

Laut jüngsten Angaben sind bei den Ausschreitungen in Kiew 26 Menschen ums Leben gekommen, weitere 751 Personen haben Verletzungen erlitten. 605 Menschen, 263 Oppositionelle und 342 Sicherheitsbeamten, wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Unter den Getöteten sind zehn Polizisten.

17:15

Bundeskanzler Gerhard Schröder lehnt eine Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt ab – und schlägt dafür die Vereinten Nationen vor. Ferner sagte Schröder, die Europäische Union habe sich wegen ihrer einseitigen Parteinahme für die Opposition diskreditiert und ist dadurch selber Partei.

17:13

Demonstranten haben am Mittwoch das Konservatorium auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew besetzt und wollen dort eine Sanitätsstelle einrichten. Nach Angaben der Protestler werde der Raum gemietet.

Am Dienstag verdrängten die Sicherheitskräfte die Protestler aus dem Oktober-Palast, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, dem Ukrainischen Haus und dem Gewerkschaftshaus im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt.

Jetzt funktioniert eine Sanitätsstelle für Aktivisten in der St. Michaelsklosterkirche neben dem ukrainischen Außenministerium.

16:53

Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der Russischen Föderation hat heute eine besondere Erklärung über die Ereignisse in Kiew bekanntgegeben.

Infolge der kriminellen Aktivitäten der radikalen Kräfte der Opposition ist vorige Nacht in Kiew und anderen ukrainischen Städten das Blut vergossen. Es gab Tote und Verwundete sowohl unter der Zivilbevölkerung als auch unter den Mitarbeitern der Sicherheitskräfte, die die berechtigten Interessen des Staates zur Gewährleistung die Rechtsstaatlichkeit verteidigen.

In den westlichen Regionen der Ukraine kam es zur Besetzung der Gebäude der Miliz, der Staatsanwaltschaft und Armee-Einheiten. Randalierende Gruppen verhöhnen Mitarbeiter der Miliz, Militärangehörige, Dutzende von denen Verletzungen erlitten haben. In der Tat geht es um einen Versuch, gewaltsam die Macht zu ergreifen.

Empörung weckt die fehlende Reaktion auf die Aktionen der Radikalen seitens der Oppositionsführer, die unter dem Deckmantel der demagogischen Slogans über ein Engagement für Demokratie und europäische Werte eine „braune“ Revolution fördern.

Wir sehen auch keine klare Reaktion der europäischen Politiker und Strukturen, die sich weigern, anzuerkennen, dass die gesamte Verantwortung für die Handlungen der radikalen Kräfte in der Ukraine bei der Opposition liegt.

Die russische Seite verlangt, dass die Führer des „Platzes“ (Maidan) das Blutvergießen in ihrem Land stoppen und den Dialog mit den legitimen Behörden ohne Drohungen und Ultimaten sofort wiederaufnehmen.

Die Ukraine ist für Russland ein freundlicher Bruderstaat und ein strategischer Partner, und wir werden allen unseren Einfluss nutzen, um im Land Ruhe und Frieden herzustellen.

16:37

Demonstranten haben das Hauptpostamt auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew besetzt.

16:34

Außenminister Steinmeier sagte heute (19.02.) am Rande der deutsch-französischen Regierungskonsultationen zur Lage in Kiew:

Der gestrige Ausbruch von Gewalt ist erschreckend, die hohe Zahl der Opfer furchtbar, die auf Seiten der Demonstranten und Polizisten gestern Nacht zu beklagen sind.

Jetzt darf es nicht zum Äußersten kommen, es braucht dringend eine Atempause. Ich fordere mit allem Nachdruck dazu auf, jetzt auf Gewalt zu verzichten. Das gilt für die Sicherheitskräfte, aber auch für die radikalen Elemente unter den Demonstranten.

Es liegt in der Vearntwortung von Präsident Janukowitsch, der Regierung und den Sicherheitskräften, besonnen zu agieren und zu deeskalieren.

Jedem muss klar sein, dass Gewalt überhaupt keine Lösung ist, sondern alles nur viel schlimmer macht. Die Verzögerungstaktik von Präsident Janukowitsch hat die Ukraine teuer bezahlt. Seine Verweigerung ernsthafter Gesprächen über eine friedliche Konfliktlösung und Verfassungsreform ist ein großer Fehler.

So schwer das angesichts des gestrigen Gewaltausbruchs auch ist: Jetzt muss es darum gehen, die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme eines politischen Verhandlungsprozesses herzustellen.

16:00

Der amtierende ukrainische Verteidigungsminister Pawlo Lebedew hat den Befehl gegeben, die selbstständige Luftlandebrigade 25 aus Dnipropetrowsk nach Kiew zu entsenden. Dies teilte er Journalisten mit.

„Die Waffenlager werden stärker gesichert, um Entwendung von Waffen, Munition und sonstigem Militärgut zu vereiteln“, so Lebedew.

„Die Informationen darüber, dass Teile und Einheiten der Streitkräfte verlegt werden, um Demonstranten in Kiew auseinanderzujagen, entsprechen der Realität nicht“, betonte der Pressedienst des Verteidigungsministeriums.

15:48

Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, erzählte von einem Gespräch des Staatsoberhauptes mit seinem ukrainischen Amtskollegen Viktor Janukowitsch vorige Nacht, gab aber keine Details des Dialogs zwischen den Politikern an.

Peskow betonte, dass der Kreml die Entwicklungen in Kiew mit Aufmerksamkeit verfolge.

In der Zwischenzeit fassten die Kiewer Behörden den Beschluss, ca. 30 Schulen und 30 Kindergärten zu schließen, die sich in der Nähe des Epizentrums der Zusammenstöße im Zentrum der Hauptstadt befinden.

Darüber hinaus besetzen Protestler im Westen der Ukraine regionale Verwaltungsgebäude und erstürmen Sicherheitseinrichtungen. Im Osten des Landes werden sporadische Aktionen der Opposition von den Bürgern selbst unterbunden. Regionale Behörden fordern, den Ausnahmezustand zu verhängen.

15:26

Demonstranten haben die städtische Polizeiverwaltung in Lwiw besetzt und alle Festgenommene aus der U-Haft entlassen.

15:10

Ukrainische Oppositionelle werden sich um 13 Uhr (Ortszeit) mit Botschaftern ausländischer Staaten in der deutschen Botschaft treffen.

14:59

Polen wird in der EU für die Annahme der Sanktionen gegen die Ukraine plädieren. Dies teilte der polnische Regierungschef Donald Tusk in seiner Stellungnahme in dem polnischen Sejm mit.

Wie er dabei sagte sind die Sanktionen eher eine moralische Reaktion, als ein Mechanismus, der zu positiven Wandlungen führen könnte. „Wenn sich die Ereignisse in der Ukraine genauso tragisch, wie jetzt, entwickeln werden, so werden die Sanktionen eindeutig nicht helfen“, sagte Tusk.

Belgiens Außenminister Didier Reynders teilte auch am Mittwoch mit, sein Land sei für die EU-Sanktionen gegen die ukrainischen Behörden.

14:45

Papst Franziskus hat alle Teilnehmer am ukrainischen Konflikt aufgerufen, die Gewalt zu stoppen.

14:38

„Die Geschehnisse im Zentrum von Kiew sind ein direktes Ergebnis der Duldung seitens derjenigen westlichen Politiker und der europäischen Gremien, die ein Auge bei den aggressiven Handlungen der radikalen Kräfte in der Ukraine zudrücken und somit diese zur Eskalation der Gewalt und Provokationen gegenüber den legitimen Behörden aufmuntern“, heißt es in einem Kommentar des Departements für Information und Presse des russischen Außenministeriums.

„Wir rufen erneut die ukrainische Opposition dazu auf, auf die Drohungen und Ultimaten zu verzichten und einen konstruktiven Dialog mit der Regierung zwecks Überwindung der Krise in der Ukraine einzuleiten“, heißt es in dem Dokument.

14:29

Janukowitsch hat den 20. Februar zum Trauertag um die Opfer der Krawalle erklärt.

13:55

Am Blutvergießen in Kiew sind „radikal gestimmte Kräfte“ schuld, sagte der amtierende ukrainische Premierminister Sergej Arbusow. Die Sitzung der ukrainischen Regierung hat begonnen.

13:47

Drei Polizisten von der Krim sind am Dienstag in Kiew ums Leben gekommen, teilte Vorsitzender des ukrainischen Parlaments Wladimir Konstantinow mit. Er schlug vor, mit einer Schweigeminute der Toten zu gedenken.

13:35

Protestler haben in der Nacht zum 19. Februar die regionale Verwaltung der Polizei, des Sicherheitsdienstes und der Staatsanwaltschaft besetzt.

Gas fließt weiter durch die Ukraine

Laut einer Mitteilung des russischen Energiekonzerns Gazprom wird das Erdgas nach Europa trotz der Eskalation der Unruhen ordnungsgemäß über das Territorium der Ukraine geliefert.

Wie ein Sprecher des Unternehmens betonte, war „der Transit des russischen Erdgases über das Territorium Georgiens auch dann störungsfrei, als dort Krieg war“.

Im Januar hatte Gazprom 14,7 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa exportiert.

13:29

Das Gewerkschaftshaus ist in Kiew durch den Brand vernichtet worden.

13:21

Der polnische Premier Donald Tusk ruft zur Verhängung von Sanktionen gegen die Ukraine auf.

13:03

Der Linke-Vorsitzende Gregor Gysi hat Ex-Kanzler Gerhard Schröder als Ukraine-Vermittler vorgeschlagen.

Der Konflikt in der Ukraine müsse von jemandem geregelt werden, der deutliche Worte spricht, meint Linke-Vorsitzender Gregor Gysi.

„Bei allen meinen sonstigen Vorbehalten: Wie wär’s mit Gerhard Schröder?“, so Gysi im Deutschlandfunk. Es müsse eine Lösung gefunden werden, mit der sowohl die Ukraine als auch Russland und die EU leben könnten, erklärte der Parteichef.

12:59

Der amtierende ukrainische Außenminister Leonid Koschara wird sich um 15:00 Uhr (Ortszeit) mit ausländischen Botschaftern treffen.

12:58

Die Ereignisse vom Dienstag stellen einen Versuch der Extremisten dar, die Macht in der Ukraine zu übernehmen. Dies teilte der amtierende Premier des Landes, Sergej Arbusow, in einer Regierungssitzung mit.

Wie er dabei hervorhob, verurteilen die ukrainische Regierung und die Weltgemeinschaft die Gewalt und Aggression.

„Die Protestteilnehmer hatten die Verwaltungsgebäude bereits geräumt. Gestern Abend haben jedoch die radikalisierten Demonstranten die Unruhen im Zentrum Kiews provoziert“, sagte Arbusow. „Das ist keine Präsentation der Demokratie und der zivilen Position der Menschen. Das ist eine Manipulation mit dem Bewusstsein der Bürger und ein Versuch, die Macht zu ergreifen“, sagte er.

12:56

US-Außenminister John Kerry und US-Vizepräsident Joe Biden haben Janukowitsch aufgerufen, die inakzeptable Gewalt auf Straßen zu stoppen und einen Dialog mit der Opposition mit Rücksicht auf die Forderungen der ukrainischen Bürger aufzunehmen, heißt es auf der Webseite des US-Außenministeriums.

12:53

Hunderte Menschen haben sich in Simferopol vor dem Obersten Rat der Krim versammelt. Sie fordern von den Behörden, den Krawallen in Kiew ein Ende zu setzen.

11:56

Die Behörden werden trotz der Krawalle Verhandlungen mit der Opposition fortsetzen, sagte die ukrainische Justizministerin Jelena Lukasch. „Wir rechnen mit dem Frieden, mit einem Dialog. Wir sind gegen die Gewalt in allen ihren Formen. Die Verhandlungen werden fortgesetzt“, so Lukasch.

11:46

Die Polizei setzt keine Schusswaffen ein, auf Demonstranten schossen „aggressiv gestimmte“ Aktivisten, teilt das ukrainische Innenministerium mit.

11:42

Drei Kinder unter 18 Jahren sind in Kiew in ein Kranknehaus eingewiesen worden. 351 Menschen, die bei Krawallen verletzt wurden, holten ärztlichen Rat ein.

11:34

Die U-Bahn bleibt in Kiew geschlossen. Die Einwohner wurden aufgerufen, auf Privatautos im Zentrum der Hauptstadt zu verzichten.

11:21

Die kanadische Botschaft in Kiew ist auf unbestimmte Zeit geschlossen, heißt es auf der Webseite der Botschaft.

11:20

Radikale blockieren Checkpoints an der ukrainisch-polnischen Grenze, teilt der ukrainische Staatliche Grenzdienst mit. Am Checkpoint „Krakowez“ setzten rund 40 Menschen Autoreifen in Brand.

11:14

Die Kiewer Stadtwerke haben die Barrikaden in der Gruschewski-Straße und in der Parkallee gegenüber dem Stadion „Dinamo“ weggeräumt. Dort wurde ein Kordon in Richtung des Ministerkabinetts und der Obersten Rada gebildet.

11:10

Die Sicherheitskräfte umzingeln den Unabhängigkeitsplatz in Kiew.

10:56

Die ukrainischen Oppositionsführer haben laut Präsident Viktor Janukowitsch die Grenze überschritten, indem sie Bürger zum bewaffneten Widerstand aufgerufen haben. Die Schuldigen daran müssen vor Gericht gestellt werden, heißt es auf der Webseite des Staatschefs.

10:31

Bereits 25 Tote bei Unruhen in Kiew Das ukrainische Gesundheitsministerium hat bereits 25 Tote bei den Unruhen in Kiew gemeldet. Acht davon, darunter ein Journalist, seien im Krankenhaus ums Leben gekommen. Lokalen Medienberichten zufolge arbeitete der Journalist bei der Zeitung „Westi“.

Man habe den Berichterstatter aus einem Taxi herausgeholt, verprügelt und ihm in die Brust geschossen, hieß es. Hinter dem Mord werden die sogenannten „Tituschki“ (eine informelle Gruppierung, die zur Unterstützung der Spezialeinheiten der Polizei eingesetzt wird) vermutet.

Darüber hinaus wurden zwei Polizisten von Extremisten in Kiew erschossen, teilte ein Vertreter des ukrainischen Innenministeriums mit. 21 Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden wurden in ein Spital eingeliefert.

10:13

Die U-Bahn in Kiew wurde wegen angeblicher Terroranschläge geschlossen. Die U-Bahn in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist am Mittwoch wegen Terrorgefahr geschlossen worden und wird erst nach der Stabilisierung der Lage in der Stadt wieder geöffnet, teilte die Stadtverwaltung mit.

Außerdem wurden die Stadteinwohner aufgefordert, auf ihre Privatautos nach Möglichkeit zu verzichten.

Für den öffentlichen Stadtverkehr seien zusätzliche Verkehrsmittel zur Verfügung gestellt worden, die als Schienenersatzverkehr funktionieren, hieß es.

09:46

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat in seiner Botschaft an die Nation, die am Mittwoch auf der Homepage des Präsidenten veröffentlicht wurde, die Opposition zu einem Kompromiss aufgerufen.

09:33

Am Dienstagabend überschlugen sich die Meldungen zu den Vorkommnissen in Kiew. Derzeit ist von mehreren Toten und zahlreichen Verletzten die Rede. Die Auseinandersetzungen wurden am Dienstag zusehends von bürgerkriegsähnlichen Zuständen begleitet.

09:01

In der Nacht zum Mittwoch erklärte die renommierte Ärztin Olga Bogomolez im oppositionsnahen Fernsehsender 5. Kanal, dass die Kliniken in Kiew nach den Zusammenstößen beider Seiten überfüllt seien. Über 500 Verletzte wurden indes von offizieller Seite gemeldet. Unter ihnen sollen sich insgesamt 300 Sicherheitskräfte befinden.

08:41

Nach der Eskalation versinken die Proteste gegen den Präsidenten Viktor Janukowitsch in Blut und Chaos. Am Dienstagabend rückte die Polizei in Kiew mit Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen die Regierungsgegner und deren Stellungen im Kiewer Stadtzentrum vor. Mit Feuerwerkskörpern haben die Demonstranten auf die Sicherheitskräfte reagiert.

[Mit Material von Stimme Russlands]