Minutenprotokoll des Tages [18.5.2014] aktualisiert 22:37

22:37

Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk ist am Donnerstag in Kiew mit dem Sondergesandten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), dem deutschen Diplomaten Wolfgang Ischinger, zusammengetroffen.

22:22

Der von Bürgern gewählte Gouverneur der Donezker Volksrepublik, Pawel Gubarew, hat Kriegszustand in der Region ausgerufen.

22:07

Die Ukraine hat fünfjährige Eurobonds im Wert von einer Milliarde US-Dollar zu Garantien der Regierung in Washington platziert.

20:40

Die „Volksrepublik Donezk“ (Ostukraine), die nach einem Referendum am 11. Mai ihre Unabhängigkeit von Kiew proklamierte, hat jetzt einen eigenen Sicherheitsratschef und Verteidigungsminister.

20:00

Die ukrainische Präsidentenkandidatin und Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat vorgeschlagen, am 25. Mai parallel zur Präsidentenwahl auch ein Referendum über die EU- und Nato-Mitgliedschaft der Ukraine abzuhalten.

19:39

Ein Kamerateam des russischen Nachrichtensenders Russia Today (RT) ist am Donnerstag in der Ost-Ukraine nach eigenen Angaben von der regulären Armee beschossen worden.

19:09

Das ukrainische Verteidigungsministerium behauptet, keine Grundwehrsoldaten zur Teilnahme an der Sonderoperation im Südosten des Landes herangezogen zu haben.

18:24

Angesichts der weiter wachsenden Gasschulden der Ukraine hat Russlands Präsident Wladimir erneut einen Brief an 18 europäische Staats- und Regierungschefs geschickt.

17:56

Nach Ansicht Moskaus geht es jetzt nicht so sehr um die Anerkennung der in Donezk und Lugansk proklamierten Republiken, sondern vielmehr darum, den nationalen Dialog anzukurbeln, wie der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, am Donnerstag in Moskau sagte.

17:40

Laut dem ukrainischen Energieministerium sind in den unterirdischen Speichern des auf der Krim ansässigen Unternehmens Chernomorneftegaz zwei Milliarden Kubikmeter Erdgas deponiert, die dem ukrainischen Gasversorgungsunternehmen Naftogaz Ukrainy gehören.

17:39

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat am Donnerstag bekannt gegeben, angesichts der veränderten Situation auf dem Luftverkehrsmarkt wegen der Ukraine-Krise seine Russland-Flüge zusammenzustreichen, meldet Reuters.

15:43

Die Nato kann als Organisation der Ukraine nicht mit der Aufklärung und mit Ausrüstungen helfen. Solche Anträge müssen mit den Mitgliedsländern der Allianz geprüft werden, wie der Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußerte.

15:10

„Wenn der Gaspreis vorübergehend auf 268,5 Dollar festgesetzt würde, wäre Naftogas bereit, bis Ende Mai rund vier Milliarden US-Dollar zu zahlen“, sagte der ukrainische Vize-Energieminister Igor Didenko am Donnerstag. Er bestätigte, dass der ukrainische Gasversorger Naftogas die Vorausrechnung für Juni-Lieferungen bekommen habe, diese jedoch nicht bezahlen werde.

14:41

Nachdem die EU gegen russische Politiker Einreiseverbote verhängt hat, befürchtet Deutschland nach Angaben der italienischen Zeitung „Italia Oggi“, dass auch einfache Russen auf Urlaub in der Bundesrepublik verzichten. Nach Angaben der Zeitung klagen die Geschäfte am Kurfürstendamm und in der Friedrichstraße in Berlin, die den meisten Umsatz durch russische Touristen machen, schon jetzt über einen Kundenrückgang.

13:52

Die Ukraine-Krise wird laut Polens Ex-Präsident Aleksander Kwasniewski lange währen und Europa müsse darauf gefasst sein. Der polnische Ex-Präsident gilt als einer der europäischen Hauptexperten für die Ukraine.

13:11

Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow hat Donnerstagvormittag mitgeteilt, dass ukrainische Sicherheitskräfte im Rahmen des Spezialeinsatzes einen gut getarnten Bürgerwehr-Stützpunkt nahe der Stadt Kramatorsk zerstört haben.

11:29

In der Nacht hatte das ukrainische Verteidigungsministerium über Kämpfe bei Kramatorsk informiert. Die Gegner der Kiewer Führung bestätigten diese Berichte allerdings nicht. Sie sagten, dort sei alles ruhig, obwohl Hubschrauber über Wohnhäusern geflogen seien.

11:26

Ukrainische Soldaten und Sicherheitskräfte haben ihren Einsatz in Slowjansk neugestartet. Nahe einem umkämpften Kontrollposten am Futtermittel-Werk wurde am Donnerstagvormittag aus Maschinengewehren geschossen, Artilleriegeschosse schlugen ein.

09:55

Im Gebiet Donezk haben die Befürworter einer Föderalisierung der Ukraine ein Ultimatum an die Führung in Kiew gestellt. Die ukrainischen Soldaten müssten die Kontrollposten in der Region binnen 24 Stunden verlassen, so die Forderung. Ansonsten werde man diese Kontrollposten anzugreifen, hieß es.

 

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[Mit Material von Stimme Russlands, RIA, CRI und Onlinezeitungen Vorort]