Merkel: Putins Vorschlag – kein Grund für Aufhebung der Sanktionen

Merkel Angela 2014 Ausschnitt Foto governo italiano

Am Samstag gab Bundeskanzlerin Merkel der Funke Mediengruppe ein Interview, in dem sie auch zu Putins Vorschlag, UN-Friedenstruppen an die Kontaktlinie Ukraine/Donbass zu schicken, Stellung nahm, berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

Ihrer Meinung nach müsste es einen erheblichen Fortschritt hin zu einem Waffenstillstand geben, den man aber leider bisher nicht sehe. Sie hält den  Vorschlag des russischen Präsidenten, UN-Kräfte zum Schutz der OSZE-Monitore einzusetzen, für interessant. Vor einigen Tagen habe sie mit Präsident Putin gesprochen und ihm gesagt, die UN-Kräfte müssten Zugang zu allen Orten haben, an denen sich die OSZE-Beobachter befinden. In dieser Richtung müsse man arbeiten, aber das seien „erst Knospen“, die noch kein Grund seien, Sanktionen zu lockern.

Sie äußerte sich auch zu den Meinungsverschiedenheiten mit Christian Lindner, dem Chef der Freien Demokratischen Partei, der angeregt hatte, die Diskussionen um die Krim auszusetzen und die Beziehungen zu Russland unabhängig von der „Krimfrage“ wieder aufzubauen.

Sie stimme mit ihm nicht überein und sei der Meinung, dass die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation gegen das Völkerrecht verstoße.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.