Meinungsfreiheit auf Polnisch

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Die Leitung der Jagiellonen-Universität in Krakau hat eine Professorin entlassen, nachdem diese die Ukraine-Politik der USA und der EU kritisiert hatte.

Anna Raźny, Leiterin des Instituts für Russland und Osteuropa, teilte mit, sie habe einen offenen Brief zur Unterstützung der russischen Ukraine-Politik unterschrieben. Daraufhin habe der Rat ihrer Fakultät ihr verboten, ihre Forschungsarbeit an der ältesten Uni Polens fortzusetzen.

Der Brief, den mehrere polnische Personen des öffentlichen Lebens und Forscher unterschrieben haben, enthalte hauptsächlich Kritik an der Politik der USA und der EU, die zum „blutigen Umsturz des so genannten Euro-Maidans“ geführt habe, teilte die 70-Jährige mit. Russland habe ihr zufolge lediglich auf diesen Umsturz reagiert und die christlichen Werte, die von Neonazis attackiert worden seien, in Schutz genommen.

In diesem Zusammenhang ist ein Vorgang „auf der anderen Seite“ interessant:
Am 1. März dieses Jahres veröffentliche der Geschichtswissenschaftler und Professor am Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) Andrej Subow in der Zeitung »Wedemosti« einen Artikel, in dem er die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation als „gefährliches Abenteuer“ kritisierte und Putins Handlungen mit dem „Anschluss Österreichs 1938 verglich.
Ihm wurde umgehend vom MGIMO gekündigt, was im Sinne der Meinungsfreiheit zu Recht einen riesigen Aufschrei der Westpresse hervorrief.
Kurz danach wurde diese Kündigung zurückgenommen, was von eben dieser Westpresse stillschweigend übergangen wurde.

In obigem Fall hat man von eben dieser Presse keinen Aufschrei der Empörung wegen Verletzung der Meinungsfreiheit vernommen.
Warum?
Es ist auch nicht zu erwarten, dass die Jagiellonen-Universität in Krakau ihre Kündigung zurücknimmt.
Warum?

Mit Material von Stimme Russlands
hmw