Medien: Der verdrängte Vertrauensverlust

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[Paul Schreyer] Viele Leser und Zuschauer äußern Misstrauen gegenüber den Leitmedien, doch eine aktuelle Telepolis-Umfrage bei ARD, ZDF und verschiedenen Zeitungsredaktionen zeigt nun, dass weiterhin kaum echtes Problembewusstsein vorhanden ist.

Dabei sind die Zahlen, die eine repräsentative Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des NDR-Medienmagazins „Zapp“ im vergangenen Dezember zu Tage gefördert hat, eigentlich alarmierend. Von tausend Befragten hatten dort 69 Prozent klar gesagt, sie hätten nur noch wenig oder gar kein Vertrauen mehr in die Medien. 63 Prozent gaben an, insbesondere wenig oder kein Vertrauen zur Ukraine-Berichterstattung hierzulande zu haben.

Die Redaktion des NDR-Medienmagazins teilte daraufhin mit, dass man von dieser „Eindeutigkeit beeindruckt“ gewesen sei. Ein vernehmbares Echo im Blätterwald aber blieb aus. Kaum jemand nahm die Umfrage zum Anlass für eine Analyse. Von einer breiten öffentlichen Debatte war auch Wochen später noch nichts zu sehen. Eine der wenigen Ausnahmen blieb Stefan Niggemeier, dessen (bereits zuvor publizierte) Medienkritik immerhin in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht worden war. Niggemeier hatte dort, auch mit Blick auf den Ukrainekonflikt, besorgt konstatiert:

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