Mauerbau in der Ukraine

Lösung des Konflikts liegt in einer weiter Ferne

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[Florian Rötzer] Nach einer Sitzung des Sicherheitsrats am Samstag und einem Treffen mit Verteidigungsmnister Shoigu hatte der russische Präsident Putin angeordnet, mit dem Rückzug der Truppen in der Region Rostow an der ukrainischen Grenze zu ihren Stützpunkten zu beginnen (Putin ordert Manövertruppen an der Grenze zur Ukraine zurück). Die 17.600 Soldaten hätten an Militärübungen teilgenommen. Diese „Militärübungen“ waren begonnen worden, als sich die Lage in der Ostukraine zuspitzte. Moskau hatte eine Drohkulisse aufgebaut, wohl weniger, um die Ostukraine zu vereinnahmen, was Putin immer abgestritten hatte, sondern eher, um einen Teil der Grenze für die Aufständischen zu deren Versorgung offenzuhalten, und vielleicht auch, um bei Bedarf „Friedenstruppen“ zu senden.

Der Abzug der Truppen gilt als ein Schritt für eine mögliche friedliche Lösung. Verkündet hatte der Kreml den Beschluss einige Tage vor einem geplanten Treffen zwischen Putin und Poroschenko in Mailand. Gesprochen werden soll im Beisein europäischer Regierungschefs über den Friedensplan und vor allem auch über die Gasversorgung. Vermutlich will Putin mit der Geste auch gegenüber der EU einlenken, die andererseits vor dem näher rückenden Winter die Energiesicherheit für die EU und die Ukraine sicherstellen will.

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Foto: Reinhard Hunscher, Wikimedia Commons