Mattis in Kiew: USA könnten künftig tödliche Waffen an die Ukraine liefern

Foto: Wikipedia/U.S. Army Sgt. 1st Class Ben Houtkooper 34th Red Bull Infantry Division, Public Domain
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[von Niles Niemuth] US-Verteidigungsminister James Mattis erklärte am Donnerstag während eines Besuchs in der Ukraine, die amerikanische Regierung diskutiere darüber, Kiew erstmals mit tödlichen Waffen zu beliefern.

Als Grund für die militärische Aufrüstung in der Ukraine führen die USA die angebliche russische Intervention in der ostukrainischen Donbass-Region und die Einverleibung der Krim an. In Wirklichkeit begann der Konflikt jedoch mit dem Putsch in Kiew gegen den pro-russischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch im Jahr 2014, der von faschistischen Kräften angeführt und von den USA und Deutschland finanziert wurde. Die Obama-Regierung hatte begonnen, die extrem nationalistische und antirussische Bewegung zu unterstützen, nachdem Janukowitsch seine Unterschrift unter ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union verweigert hatte.

Der Kreml gliederte daraufhin die Krim in die Russische Föderation ein, nachdem sich bei einem Referendum eine deutliche Mehrheit der russischsprachigen Bevölkerung der Halbinsel für den Beitritt ausgesprochen hatte. Moskau unterstützte außerdem die prorussischen Separatisten im Ostteil der Ukraine. Der milliardenschwere Oligarch Petro Poroschenko in Kiew schickte daraufhin das ukrainische Militär in den Osten, um die Rebellion niederzuschlagen. Damit begann ein Bürgerkrieg, der in den letzten drei Jahren etwa 10.000 Todesopfer forderte und mehr als zwei Millionen Menschen in die Flucht trieb. Doch die Trump-Regierung bereitet jetzt eine Eskalation vor, die ein noch größeres Blutbad nach sich ziehen wird.

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