Mannerheim-Denkmal: beschmiert, beschossen und schliesslich entfernt

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Die Affäre um das umstrittene Mannerheim-Relief im Petersburger Stadtzentrum nahm ihr Ende in einer Nacht- und Nebel-Aktion. Nachdem es während während seiner viermonatigen Existenz mindestens fünf Mal mit Farbe beschmiert und sogar beschossen worden war, wurde das Denkmal in der Nacht auf den 14. Oktober entfernt und abtransportiert – ins Museum.

Das Unglücksdenkmal wird laut der Russischen Kriegshistorischen Gesellschaft nun im Museum der Geschichte des Ersten Weltkriegs in Zarskoe Selo als Exponat aufbewahrt. Die Stelle, wo die Bronzeplastik gehangen hatte, wurde sogleich mit Farbe überschmiert. „Petersburg hat Mannerheim besiegt“ betitelte die Internetzeitung Fontanka.ru das unrühmliche Ende dieser Geschichte.

Das Barrelief war am 16. Juni von Kulturminister Wladimir Medinskys und dem damaligen Leiter der Präsidentenadministration Sergei Iwanow an der Wand der Militärakademie an der Sacharewskaja Uliza eröffnet worden. Die Kommunisten und andere „patriotische“ Bewegungen liefen Sturm gegen den „Faschisten“ Mannerheim wegen der Beteiligung Finnlands am Feldzug der Wehrmacht und an der Leningrader Belagerung.

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